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Gifhorn Stadt St. Bernward mit Neujahrsempfang ins Jubiläumsjahr
Gifhorn Gifhorn Stadt St. Bernward mit Neujahrsempfang ins Jubiläumsjahr
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00:25 21.01.2015
Neujahrsempfang in St. Bernward: Martin Wrasmann und Ingrid Tietge informierten über Neuigkeiten. Quelle: Christina Rudert
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„Am 15. Januar im Jahr 993 wurde Bernward zum Bischof von Hildesheim geweiht“, erklärt Ingrid Tietge, Vorsitzende des Ortsausschusses, den Termin für diesen Gottesdienst, den Dechant Thomas Hoffmann hielt. „Deshalb wollten wir heute, wenige Tage nach diesem Datum, an unseren Namenspatron erinnern.“

St. Bernward selber war am 29. August 1915 geweiht worden: Nachdem die Zahl der Katholiken in Gifhorn vor allem durch die Saisonarbeiter aus Schlesien und Polen gestiegen war, hatte das Bonifatiuswerk in Paderborn beschlossen, die Kirche zu bauen.

Im Gottesdienst hatte Pfarrer Hoffmann die frisch gewählten elf Vertreter der Gemeinde im Ortsausschuss gesegnet und ihnen offene Ohren und offene Herzen für ihre Arbeit gewünscht. Da Ingrid Tietge, noch amtierende Vorsitzendes dieses Ausschusses, in Kürze die Stelle der Pfarrsekretärin in der Gemeinde übernimmt - darüber informierte Pastoralreferent Martin Wrasmann beim Neujahrsempfang -, wird Marcus Gröber diesen Posten übernehmen.

Wrasmann berichtete auch von dem Plan, bis zum großen Festgottesdienst mit Bischof am 29. August mit den Renovierungsarbeiten in der Kirche möglichst fertig zu sein. „Wir gehen von Kosten von 365.000 Euro aus.“ 100.000 Euro steuert das Bistum bei, 130.000 Euro sollen nach Möglichkeit durch verschiedene Stiftungen getragen werden, den Rest will die Gemeinde durch Spenden beisteuern.

Im Jubiläumsjahr wird es weitere Veranstaltungen geben. Ingrid Tietge wies auf den Orgelsommer mit vier Terminen hin, außerdem sei eine Messe unter freiem Himmel geplant.

Der Festvortrag:

Der heilige Bernward, Bischof in Hildesheim von 993 bis 1022, ist Namenspatron der katholischen Kirche am Kirchweg in Gifhorn. Vermutlich, weil Bernward Gifhorn im zehnten Jahrhundert gegen feindliche Einfälle hatte befestigen lassen. Darauf ging Dr. Thomas Scharf-Wrede, Bistumsarchivar in Hildesheim, in seinem Festvortrag zum 100. Jubiläum der Kirche nur kurz ein.

Scharf-Wrede stellte den Heiligen als politisch und theologisch einflussreichen Mann mit großem Kunstverstand vor, der den Anspruch an sich selber hatte, ein religiöses Leben zu führen – kurz vor seinem Tod war er dem Benediktinerkonvent an der von ihm erbauten Michaeliskirche in Hildesheim beigetreten.. „Er war Lehrer, Diplomat, Landesherr, Künstler, Theologe und Bischof“, fasste Scharf-Wrede zusammen, nachdem er die Lebensstationen des 1192 heilig gesprochenen Bischofs von Hildesheim skizziert und seine künstlerischen Leistungen erwähnt hatte.

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