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Sozialplaner warnt: Altersarmut steigt bald an

Landkreis Gifhorn Sozialplaner warnt: Altersarmut steigt bald an

Landkreis Gifhorn. Die Altersarmut liegt in Gifhorn unter dem Durchschnitt, doch auf dieses positive Ergebnis einer neuen Studie (AZ berichtete) sollte sich der Landkreis nicht ausruhen, mahnt Sozialplaner Torsten Haf. Der Region stehe ein überdurchschnittlicher Anstieg bevor.

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Wie viel Rente bleibt? Noch liegt die Altersarmut in Gifhorn unter dem Durchschnitt – doch Sozialplaner Torsten Haf warnt vor einem starken Anstieg in der Zukunft.

Quelle: Archiv

Wer weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens hat, gilt als von Armut gefährdet. Wie viele Menschen im Alter von über 64 Jahren im Kreis tatsächlich dazu gehören, weiß Haf nicht. 495 waren es 2013 jedenfalls, die Hartz-IV-Leistungen zur Grundsicherung bezogen. Das ist ein Anteil von 1,6 Prozent, Landes- und Bundesdurchschnitt liegen bei drei Prozent. „Wir sind ein relativ einkommensstarker Landkreis.“

Doch das sollte Gifhorn nicht einlullen, sagt Haf. Denn nur zwei Jahre zuvor waren es 43 Alte weniger mit Hartz-IV-Unterstützung. Und eine weitere Studie prognostiziert einen Anstieg von 185 Prozent im Vergleich von 2009 bis 2020 - die zweithöchste Steigerung im Land.

Die Gründe? Zum Einen sieht Haf eine Tendenz weg von unbefristeten Vollzeitstellen hin zu Teilzeit- und Niedriglohnjobs. Zum Anderen sei Ehefrauen gut verdienender Männer aus der „Baby-Boomer-Generation“ damals weisgemacht worden, nicht arbeiten zu müssen. „Das rächt sich jetzt.“ Sie hätten durch „gebrochene Erwerbsbiografien“ zu wenig Rentenansprüche angesammelt.

„Familie und Beruf müssen unter einen Hut gebracht werden“, sagt Haf. Frauen müssten beim Job am Ball bleiben. Allgemein müssten Bildungschancen verbessert werden. Denn nur ein guter Job sei eine Garantie für eine gute Rente.

rtm

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