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Sohn (5) eines Syrers ertrinkt in der Ägäis

Gifhorn - Lessien Sohn (5) eines Syrers ertrinkt in der Ägäis

Lessien. Bei Bootsunglücken in der Ägäis sind allein am Donnerstag mindestens zehn Flüchtlinge auf dem Weg von der Türkei nach Griechenland ertrunken - darunter auch der fünfjährige Sohn eines Syrers (35), der in der Notunterkunft in Lessien lebt.

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Schlimme Tragödie: Schon wieder kenterte vor Griechenland ein Boot mit Flüchtlingen - der fünfjährige Sohn eines Syrers, der in Lessien untergebracht ist, ertrank dabei.

Der Syrer sei schon vor Wochen vor Krieg und Bombenterror aus seiner Heimat nach Deutschland geflohen, berichtet ein Mann aus dem Landkreis Gifhorn, der als Helfer in der Flüchtlingsunterkunft gearbeitet hat. Die schreckliche Nachricht vom Tod seines Kindes habe er bereits kurz nach dem Unglück erhalten. „Das Boot mit 45 Menschen wurde in der Nacht zum 28. Oktober vor der Küste der griechischen Insel Tilos von einer riesigen Welle erfasst“, so der Helfer. Sieben Menschen seien ertrunken, nur vier Leichen wurden geborgen - darunter auch die des Fünfjährigen. Die schwangere Mutter des Kindes und sein zweieinhalbjähriger Bruder hätten überlebt, seien jedoch erst nach zwölf Stunden aus dem Wasser gerettet worden. „Sie befinden sich in einem Krankenhaus in Griechenland und werden dort zur Zeit behandelt.“

Der Helfer, der Kontakt zu vielen der 800 Flüchtlinge in Lessien hat, spricht von einer Stimmung aus „Frustration, Verzweiflung und Hilflosigkeit“, die sich unter den Flüchtlingen breit mache. Auch der von dem Unglück betroffene Vater warte inzwischen seit Wochen auf Kontakt zu deutschen Behörden. „Obgleich er wusste, dass dieses Prozedere so lange dauert, hat er seine Familie in Syrien aufgefordert, sich auf den gefährlichen Weg nach Deutschland zu machen - aus Angst, dass die Grenzen bald dicht gemacht werden“, so der Flüchtlingshelfer.

„Wir haben dem 35-Jährigen unsere Hilfe und seelischen Beistand angeboten“, sagt Sandro Pietrantoni vom DRK, das die Unterkunft betreibt.

 ust

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