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So viele Jungstörche wie seit 1964 nicht mehr

Gute Lebensbedingungen für Adebar im Kreis Gifhorn So viele Jungstörche wie seit 1964 nicht mehr

Der Kreis Gifhorn entwickelt sich immer mehr zu einer Storchenregion. Storchenbeauftragter Hans Jürgen Behrmann hat den besten Nachwuchsbestand seit 1964 registriert. 69 Jungtiere sind flügge geworden.

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Freut sich über eine steigende Population: Storchenbeauftragter Hans Jürgen Behrmann hat 69 flügge Jungtiere registriert.
 

Quelle: Ron Niebuhr Archiv

Gifhorn. 42 Paare hätten gebrütet, das sei der dritthöchste Wert seit 1958. „Inzwischen haben vier Orte mehr als ein Brutpaar“, freut sich Behrmann. In Weyhausen gebe es zwei. „Jetzt haben wir auch noch zwei Paare in Neudorf-Platendorf und zwei Paare, die beide Junge bekommen haben, in Ummern. Das ist ganz überraschend.“ Er hätte es vor wenigen Jahren noch für ausgeschlossen gehalten.

Behrmann rechnet inzwischen damit, dass man im Kreis Gifhorn bald von Kolonien sprechen kann. Leiferde mit seinen vier brütenden Paaren sei bereits auf dem Weg dorthin. „Die Perspektive ist zurzeit sehr günstig.“

Behrmann begründet seinen Optimismus damit, dass 2017 keinesfalls ein Ausreißer-Jahr sei. „Wir hatten mal 64 Jungtiere vor drei Jahren.“ Auch der Jahrgang darauf sei ein guter gewesen. Die Folge: „Die Zweijährigen versuchen jetzt, ins Brutgeschäft einzusteigen.“

Das Rekordjahr 1964 habe 85 Jungstörche im Kreis Gifhorn hervor gebracht. Vor zehn Jahren seien es noch 20 gewesen. „In einem Jahrzehnt hat es sich verdoppelt.“ Behrmann führt das auf die guten Lebensbedingungen in der Region und auf seine Bemühungen im Zusammenspiel mit den Leuten vor Ort zurück.

Es gab allerdings auch im Kreis Gifhorn Verluste durch die Dauerregen-Phasen. „Der hat uns aber nicht so erwischt wie die Regionen an der Elbe.“

Totalverluste verzeichnet Behrmann in Radenbeck. Im unterm Strich ebenfalls guten Jahr 2014 seien jedoch wegen Dauerregens im Mai rund 30 Jungtiere ums Leben gekommen, vergleicht Behrmann.

Jetzt rüsten sich die Tiere für den Flug in den Süden, eigentlich müssten die jungen schon längst unterwegs sein, sagt Behrmann.

Es seien dennoch viele dieser Tage noch hier gewesen. Walle sei zurzeit ein Sammelgebiet, dort seien neulich auf einem Areal rund 130 Störche gezählt worden – eine enorm große Anzahl.
 

Von Dirk Reitmeister

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