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Gifhorn Stadt Mietpreisspiegel: So teuer ist das Wohnen in Gifhorn
Gifhorn Gifhorn Stadt Mietpreisspiegel: So teuer ist das Wohnen in Gifhorn
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00:20 13.01.2019
Wohnraum in Gifhorn: Für 26 Prozent des Durchschnitts-Nettolohns gibt es hier 72,2 Quadratmeter gemietet – im Vergleich zu den Nachbarkommunen eher wenig. Quelle: dpa
Gifhorn

Wie viel Wohnraum bekommt man für 26 Prozent des deutschen Durchschnittslohns? Dieser Frage ist das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) laut einem Bericht der Wirtschaftswoche nachgegangen.

72,2 Quadratmeter gemietet und 84,4 Quadratmeter gekauft, lautet die Antwort für den Kreis Gifhorn für das Jahr 2017. Vier Jahre vorher waren es noch knapp vier Quadratmeter zur Miete und gut zehn Quadratmeter gekauft mehr.

Braunschweig ist billiger

Sogar in Braunschweig bekommt man für die 26 Prozent des Durchschnittsnettos mehr Wohnraum gemietet, nämlich 74,4 Quadratmeter, in Wolfsburg sogar deutlich mehr, nämlich 88,2. Auch beim Kaufen liegt Wolfsburg besser da, nämlich bei 90,7 Quadratmetern. Braunschweig dagegen ist in diesem Fall teurer, dort gibt es nur 70,7 Quadratmeter. In der Region schlägt Salzgitter alle: 109,3 Quadratmeter gemietet und 154,4 Quadratmeter gekauft.

Andreas Otto, Geschäftsführer der Gifhorner Wohnungsbaugenossenschaft (GWG), sieht bei den Mietpreisen einen Zusammenhang zur hohen Kaufkraft im Kreis Gifhorn. „Wo viel Geld verdient wird, ist auch der Quadratmeterpreis höher.“ Der Puffer an leer stehendem Wohnraum sei längst aufgebraucht – „Auf Vorrat baut keiner“ –, und die Nachfrage treibe den Preis nach oben.

Neubauten werden teurer

Hinzu komme, dass in der Vergangenheit zu wenig günstiger Wohnraum geschaffen worden sei. Doch das werde auch immer schwerer, weiß der GWG-Chef. Immer mehr Bauvorschriften und Auflagen zur Energieeinsparung machten Neubauten teurer: „Das ist ein Effekt, der es noch verschlimmert.“

Was Otto aus der Studie nicht heraus lesen konnte, ist, welche Daten ihr zu Grunde liegen. Sind neben den Offerten aus dem Internet auch die günstigen Wohnungen der GWG mit eingeflossen? Möglicherweise nicht. Doch das dürfte wohl auch für die anderen Regionen mit Genossenschaftswohnungen gelten, so dass unterm Strich Gifhorn im Vergleich immer noch teuer dastehen dürfte. Otto räumt ein, dass auch in der kaufkraftstarken Region einige Menschen nicht von einem hohen Lohnniveau partizipierten. „Dass nicht alle mithalten können, ist auch klar.“

Von Dirk Reitmeister

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