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Gifhorn Stadt Skaterplatz ist reine Fehlplanung
Gifhorn Gifhorn Stadt Skaterplatz ist reine Fehlplanung
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22:50 08.08.2011
Fühlen sich bei Umgestaltung der Skateranlage nicht ernst genommen: Gifhorner Jugendliche sind sauer. Quelle: Photowerk (mpu)
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Zeitweise mehr als 30 Skater, Inliner und BMX-Radler nutzten den Platz an der Flutmulde, sagt Sabrina Faber (18). „Wenn ich dazwischen fahre, wird es eng.“ Für 12.000 Euro hat die Stadt den Skaterplatz darum kürzlich erweitert – mit Asphalt, worüber die Nutzer nur den Kopf schütteln. „Im Sommer wird der weich“, sagt Patrick Balzereit (23). Das bremse sofort, und erste Rillen gebe es schon. Seine Prognose: „Die Fläche wird nicht genutzt.“ Betonieren wäre besser und billiger gewesen.

Die alten Rampen sollen 2012 umgestellt werden. Balzereit und seine Mitstreiter, von ständigen Terminverschiebungen genervt, würden sie am liebsten verkauft sehen. „Die sind Müll.“ Die Quarter-Pipes seien zu schmal, nach dem Drehen sei die Gefahr groß, hängen zu bleiben und zu stürzen. Die Pyramide habe zu steile Rampen. Die Curb zum Drüber- und Dranlangfahren biegt sich: „Das bricht irgendwann“, so Adrian Belte.

„Für Verkehrsinseln wird viel Geld ausgegeben“, sagt André Kruschewski (16). Für junge Leute bleibe nichts. „Und sich dann wundern, dass sie mit Alkohol rumhängen.“

„Einmal richtig investiert, dann wäre Ruhe“, so Balzereit. Die Jugendlichen würden die Geräte selbst bauen, die Stadt müsse nur den Tüv zahlen. Das sei abgelehnt worden. Es sei so weit, dass Dörfer wie Ehmen und Lamme mit ihren Skaterparks die Kreisstadt abhängen. „Gifhorn verpasst die Chance, was zu reißen.“

rtm

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