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Signalwaffen: Immer mehr Gifhorner rüsten auf

Anträge auf kleinen Waffenschein Signalwaffen: Immer mehr Gifhorner rüsten auf

Auch in Stadt und Landkreis Gifhorn hat sich die Zahl der Anträge auf den kleinen Waffenschein innerhalb eines Jahres vervielfacht - wenn auch nicht so stark wie im Landesschnitt. Polizei und Opferschutzorganisation Weißer Ring finden die Entwicklung bedenklich.

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Die Gifhorner rüsten auf: Auch in Stadt und Landkreis hat sich die Zahl der Anträge auf den kleinen Waffenschein für Schreckschusspistolen vervielfacht. Polizei und Weißer Ring sind besorgt.

Quelle: Archiv

Landkreis Gifhorn. Nach NDR-Informationen hat der Landkreis 280 Anträge bearbeitet, 2015 waren es 53. Das ist eine Steigerung von 528 Prozent. In der Stadt Gifhorn gab es 96 statt 15 Anträge, (640 Prozent). Im Landesschnitt stieg die Zahl der Anträge um das Achtfache. Der Landkreis kommt auf 21,58 Anträge pro 10.000 Einwohner (2015: 3,90) und liegt auch dabei im Mittelfeld.

„Wir halten das für bedenklich“, sagt Birgit Krämer vom Weißen Ring. Sie befürchtet ein Wettrüsten zwischen Opfern und Tätern. „So ein Hochrüsten führt selten zum Ziel - siehe USA“, sagt Polizeisprecher Thomas Reuter und warnt vor trügerischer Sicherheit. Krämer befürchtet neue Probleme: Viele Bürger wüssten gar nicht, welche Gefahren Schreckschusswaffen in sich bergen. „Man kann damit andere schwer verletzen. Und wie wird das dann strafrechtlich bewertet?“ Ebenso bestehe die Gefahr, dass die eigene Waffe zum Risiko wird: Wer ungeübt in der Handhabung sei, könne sie schnell an einen Angreifer verlieren.

Doch warum rüsten die Gifhorner auf? „Das ist bestimmt ziemlich vielschichtig“, sagt Krämer. Ein Grund dürfte laut Reuter die Angst vor Gewalt sein. „Das ist aber nicht rational erklärbar.“ Die Zahl der Gewaltverbrechen im Kreis sei rückläufig. Doch Gewalt sei inzwischen ständig präsent, findet Krämer. Und so empfinde die Bevölkerung die Bedrohung als ernster.

rtm

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