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Sexueller Missbrauch: Angeklagter (57) schweigt

Gifhorn / Hildesheim Sexueller Missbrauch: Angeklagter (57) schweigt

Gifhorn / Hildesheim. Der Vorwurf ist und bleibt gravierend: sexueller Missbrauch eines Kindes. Die Wahrheit zu finden ist schwierig. Dies zeigt sich beim zweiten Prozesstag vor dem Landgericht Hildesheim gegen einen 57-Jährigen aus Winsen (AZ berichtete).

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Sexueller Missbrauch eines Kindes: Auch am zweiten Prozesstag vor dem Landgericht Hildesheim schweigt der Angeklagte.

Quelle: Archiv

Während der Angeklagte weiter zu den fast 17 Jahre zurückliegenden Vorwürfen schweigt, sagten zwei junge Frauen aus: Die beste Freundin des mutmaßlichen Opfers und deren 27 Jahre alte Schwester aus dem Kreis Gifhorn. Zum Tatzeitpunkt 1999/2000 bis heute sind sie eng mit der betroffenen Familie befreundet. Deshalb durften sie als Kinder bei dem Angeklagten übernachten. Er war zu diesem Zeitpunkt der Lebensgefährte der Mutter des mutmaßlichen Opfers.

Beide junge Frauen sagten aus, dass auch sie zum Einschlafen Rotwein vom Angeklagten bekommen hätten. „Einmal bin ich nachts aufgewacht und habe geheult, ich kann mir das bis heute nicht erklären“, sagte die 25-Jährige aus. Ihre große Schwester berichtete von einem Aufenthalt, bei dem der Angeklagte Fotos von ihr und ihrer Freundin gemacht hätte, die sie auch mit nach Hause nehmen durfte. Die Kinder sollen im Oberteil und Unterhose zu sehen gewesen sein. Als ihre Mutter dies sah, verbot sie ihren Kindern weitere Übernachtungen bei dem Mann. Auch ein Video wurde gedreht. Eine Kripobeamtin beschrieb es als „unverfänglich“.

Auch gestern versuchte die Verteidigerin des 57-Jährigen die Aussagen der heute psychisch kranken 25-Jährigen als „im Kernbereich widersprüchlich“ darzustellen. Widersprüche konnte dagegen Staatsanwalt Oliver Paul nicht entdecken.

Den Einschätzungen des Staatsanwalts schloss sich die Gutachterin an: „Hier ist nicht der Eindruck entstanden, dass bewusst belastet werden soll“, sagte sie. Auch die Betreuerin der heute 25-Jährigen hatte nach eigenen Angaben „nicht eine Sekunde Zweifel“ an den Vorwürfen der jungen Frau. Am 18. Mai wird der Prozess am Landgericht Hildesheim fortgesetzt.

 ree

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