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Sexueller Missbrauch: 57-Jähriger verurteilt

Gifhorn Sexueller Missbrauch: 57-Jähriger verurteilt

Hildesheim. Einmal zumindest hat er das ihm anvertraute Kind aus dem Kreis Gifhorn in seiner Wohnung in Winsen schwer sexuell missbraucht. Davon ist die Jugendkammer des Landgerichts Hildesheim überzeugt. Deshalb wurde der 57-jährige Angeklagte zu einem Jahr und vier Monaten Freiheitsstrafe verurteilt - ausgesetzt zur Bewährung.

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Sexueller Missbrauch: Im Landgericht Hildesheim wurde am Freitag ein 57-Jähriger verurteilt.

Quelle: Foto: Archiv

Gifhorn. Außerdem muss er 200 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten. Die Kammer unter Vorsitz der Richterin Barbara Heidner folgte in ihrer Urteilsbegründung weitgehend dem Sachverständigengutachten. Dies war im Vorfeld von der Verteidigung stark kritisiert worden. Die Verteidigerin sah methodische Mängel in der Arbeit der Gutachterin. Die Kammer sah jedoch keinen Grund, die Methodik des Gutachtens zu beanstanden, da sie den Anforderungen des Bundesgerichtshofs entspräche. Bei der Urteilsfindung wurde berücksichtigt, dass der Mann zum einem bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten ist und die Tat rund 17 Jahre zurückliegt. Zum anderen aber auch, dass er das Vertrauensverhältnis der Kinder und ihrer Mutter massiv missbraucht hat.

Rechtsanwältin Monika Klasen vertrat das Missbrauchsopfer als Nebenklagevertreterin in diesem Prozess. Sie glaubt, dass die heute 25-Jährige mit diesem Urteil leben kann. „Für meine Mandantin war entscheidend, dass ihr endlich geglaubt wurde und sie nicht mehr als Lügnerin dasteht“, sagte sie nach der Urteilsverkündung.

Kritisch findet die Rechtsanwältin, dass von den zwei angeklagten Fällen nur einer zur Verurteilung geführt hat. „Und das nur, da man vermutet, dass die Frau bei ihrer Aussage mehrere Taten miteinander vermischt habe“, erklärte die Anwältin weiter vor Gericht.

ree

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