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Gifhorn Stadt Sexmobil-Prozess: Hohe Haftstrafe
Gifhorn Gifhorn Stadt Sexmobil-Prozess: Hohe Haftstrafe
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00:26 28.05.2018
Tatort B 188: Eine lange Haftstrafe verhängte das Landgericht gegen im Sexmobil-Prozess. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn/Hildesheim

Die Kammer ist sich sicher: Der 24-Jährige hat am 17. Oktober 2017 eine Prostituierte in ihrem Lovemobil an der B 188 bei Gifhorn gewürgt, brutal zusammengeschlagen, vergewaltigt und ausgeraubt. „Das, was Sie uns hier erzählt haben, stimmt einfach nicht“, sagte die Richterin Karin Brönstrup zu dem Angeklagten.

Gleich mehrere Versionen des Geschehens hatte der junge Mann geliefert. Zum Ende des Prozesses hatte er sogar seinen 29-jährigen Arbeitskollegen der Tat bezichtigt. Dieser hatte ihn in einem Transporter ihres Arbeitgebers zu dem Parkplatz an der B 188 gefahren. Der 29-Jährige sei dann nach ihm bei der Prostituierten gewesen, behauptete der Angeklagte.

Phanthombild sieht Angeklagtem sehr ähnlich

Bei allen Vernehmungen hatte die 27-jährige Prostituierte jedoch nur von einem Mann gesprochen, der zum Tatzeitpunkt bei ihr im Lovemobil war. „Glauben sie wirklich, dass die Zeugin nicht gemerkt hätte, wenn plötzlich ein anderer Mann vor ihr gestanden hätte?“, fragte die Richterin den Angeklagten. Außerdem würde das Phantombild des Täters ihm sehr ähnlich sehen und nicht seinem Kollegen, fügte sie hinzu.

Selten habe sie ein Verfahren erlebt, wo die Beweise so nahtlos ineinandergegriffen hätten. Warum der Angeklagte die Tat bis zum Schluss noch leugnen und andere damit hineinziehen würde, konnte die Richterin nicht nachvollziehen.

„Mit dieser Tat haben Sie sich Ihr Leben versaut“

Obwohl der Mann während der Tat alkoholisiert war, sah die Kammer keine Einschränkung seiner Steuerungsfähigkeit. Die besonders schwere Vergewaltigung in Tateinheit mit besonders schwerem Raub und gefährlicher Körperverletzung hält das Gericht für erwiesen. „Mit dieser Tat haben sie sich ihr Leben versaut“, sagte Richterin Brönstrup am Ende der Urteilsverkündung. Innerhalb einer Woche kann gegen dieses Urteil Revision eingelegt werden.

Von Bettina Reese

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