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Gifhorn Stadt „Sex is Mus(s)“: 100 Zuschauer bei gelungener Premiere
Gifhorn Gifhorn Stadt „Sex is Mus(s)“: 100 Zuschauer bei gelungener Premiere
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15:49 29.11.2017
Eindringlich gespielt: Eine siebenköpfige Gruppe brachte Szenen zu Sexismus auf die Bühne.   Quelle: Ron Niebuhr
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Gifhorn

 Mit dem alltäglichen Sexismus in vielen seiner Facetten hat sich eine Gruppe von Schauspielern unter Regie von Magdalena Hadenburg beschäftigt. Heraus gekommen ist das Theaterstück „Sex is Mus(s)“. Am Dienstabend feierte es Premiere im Humboldt-Gymnasium vor mehr als 100 Zuschauern.

Den Anstoß, Sexismus zu thematisieren, gaben die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Gifhorn und der Samtgemeinde Papenteich, Christine Gehrmann und Anne Britten, sowie Kreisjugendpfleger Bernhard Schuhose. Man wollte bewusst mit einem Theaterstück darauf aufmerksam machen. Die Wahl fiel auf Regisseurin Magdalena Hadenburg. „Wir haben schon öfter mit ihr erfolgreich zusammengearbeitet“, sagte Gehrmann.

Auch diesmal habe sie mit ihrer Gruppe ein „sehr eindringliches Stück hochprofessionell entwickelt“, betonte die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises. Auch ihre Papenteicher Kollegin Britten sah die Notwendigkeit, über Sexismus zu sprechen. So könne man die Grenzen der anderen erfahren und mögliches eigenes Fehlverhalten erkennen. Das Stück rückte Sexismus mit drei Spielszenen in den Fokus: Zunächst stellte es klischeehaft überzogen gängige Frauenbilder - kochen gern, essen nur vegan, lieben Shopping - dar. Dann zwang die Moderatorin einer Talkrunde ihren Gesprächspartnerinnen ein klassisches Rollenbild auf. Ein Macho kommentierte das süffisant aus dem Off. Die abschließende Reise durch Deutschland lieferte in Miniszenen einen Querschnitt des Sexismus von der Sexflatrate fürs Handy bis zu Gruppenvergewaltigungen. Im Hintergrund waren Daten und Fakten zu sehen - global („Weltweit werden pro Sekunde 30.000 Pornos im Internet aufgerufen“) und lokal („Eine Frau kostet in Gifhorn um 30 Euro“).

Das Publikum applaudierte kräftig. Eine Gesprächsrunde zum Thema folgte.

Von Ron Niebuhr

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