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Sechs Jahre Haft für Messerstecher gefordert

Gifhorn / Hildesheim Sechs Jahre Haft für Messerstecher gefordert

Fortsetzung im Prozess wegen der Messer-Attacke auf einen 28-Jährigen in Gifhorn: Ein 25-jähriger muss sich vor dem Hildesheimer Landgericht wegen versuchten Mordes verantworten. Die beantragten Strafen von Staatsanwaltschaft und Verteidiger könnten kaum unterschiedlicher sein.

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Prozess wegen Messer-Attacke: Der 25-jährige Gifhorner (Mitte) muss sich wegen versuchten Mordes verantworten.

Quelle: Bettina Reese

Gifhorn/Hildesheim. Die Attacke am 18. März 2017 in der Herzog-Franz-Straße (AZ berichtete) ist für den Staatsanwalt ein versuchter Mord. Er beantragte deshalb sechs Jahre Haft. Der Verteidiger hingegen plädierte auf eine Bewährungsstrafe.

Staatsanwalt Dr. Andreas Gaschler glaubte den Einlassungen des 25-jährigen Angeklagten nicht ganz. Dieser hatte durch seinen Verteidiger erklären lassen, dass er ohne Tötungsabsicht gehandelt habe. „Sie hatten es nicht unter Kontrolle, wie tief die Stiche eindringen“, sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer. Da das 28-jährige Opfer nicht mit der Messerattacke habe rechnen können, hält der Staatsanwalt auch das Mordmerkmal „Heimtücke“ für erwiesen. „Sie haben den Überraschungsmoment ausgenutzt. Ihr Angriff eignete sich den Tod des Opfers herbeizuführen“, sagte Dr. Gaschler. Deshalb beantragte er sechs Jahre Haft wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

„Heimtücke liegt auf gar keinen Fall vor“, sagte dagegen der Verteidiger. Seinem Mandanten sei es nur darum gegangen, dem 28-Jährigen einen Denkzettel zu verpassen. Einen Tötungsvorsatz habe dem 25-Jährigen nicht nachgewiesen werden können. Wegen gefährlicher Körperverletzung beantragte er für seinen Mandanten ein Jahr und neun Monate Haft – auf Bewährung. In seinem letzten Wort entschuldigte sich der 25-Jährige für seine Tat. „Ich schäme mich, das war nicht ok.“, sagte er. Das Opfer ließ durch seinen Rechtsanwalt mitteilen, dass er kein Interesse daran hat, dass der Angeklagte hoch bestraft wird. Ob die Kammer diesem Wunsch berücksichtig, wird das morgige Urteil zeigen.

Von Bettina Reese

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