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Gifhorn Stadt Schwarzstorch plündert Fischteiche
Gifhorn Gifhorn Stadt Schwarzstorch plündert Fischteiche
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23:00 20.07.2011
Ein Horst hoch in den Bäumen: Schwarzstörche brauchen Schatten und vor allem beim Brüten absolute Ruhe. Bei der Nahrungssuche sind sie weniger scheu.
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Schon seit vorigem Sommer kennt Straub den gefiederten Gesellen – und hat einen scharfen Blick auf ihn: „Voriges Jahr holte er sich unseren gesamten Bestand an Kleinfischen aus dem Gartenteich.“ Inklusive der Kois. Straub war wenig begeistert. Vorige Woche hatte Luca Bollmohr den Räuber beim Nachbarn im Gartenteich erwischt, wo er sich die Goldfische holte (AZ berichtete).

Seit dem 20. Juni beobachtet Straub den Schwarzstorch „fast täglich“. Was ihn enorm wundert: „Dieser Vogel zeigt kaum Scheu gegenüber den Menschen.“ So hat seine Tochter vom Dachfenster aus ein Foto des Storchen gemacht, der nur fünf Meter entfernt saß.

Ganz glücklich ist Straub über den seltenen Vogel nicht: „Es ist einfach nervig, den ganzen Sommer über den Teich gegen ihn zu schützen.“ Schließlich habe er Goldfische und Kois im Teich, um sich an ihnen zu erfreuen, „und nicht um eine Futterquelle für einen Schwarzstorch vorzuhalten“.

Ob Straubs Vermutung zutrifft, es handele sich bei dem zutraulichen Storchen um eine Handaufzucht, überprüft auf Anfrage der Aller-Zeitung gerade die Vogelschutzwarte Helgoland: Sie ist Beringungszentrale für Nordwestdeutschland und kann anhand des Ringes möglicherweise ermitteln, woher der Wesendorfer Schwarzstorch stammt.

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