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Schornsteinfeger als Glücksbringer

Auch im Kreis erinnern sich Bürger an alte Traditionen Schornsteinfeger als Glücksbringer

Sie gelten als Glücksbringer: Schornsteinfeger - und das bereits seit Jahrhunderten. Zu Silvester haben sie wieder als Figuren in vielen Formen und Größen Hochkonjunktur, um den Menschen im neuen Jahr das gewünschte Glück zu bringen - während ihre realen Vorbilder im Landkreis das ganze Jahr über aktiv sind.

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Anfassen erlaubt: Viktoria holt sich ihre Portion Glück bei Abdul Ahmi, Schornsteinfeger aus Meinersen.

Quelle: Foto: Sebastian Preuß

Gifhorn. „Es kommt schon mal vor, dass die Leute einen Knopf oder die Schulter anfassen wollen“, erzählt Bezirksschornsteinfegermeister Dieter Kolle aus Neudorf-Platendorf. Vor allem Leute mittleren Alters wollen sich so ihren Anteil vom Glück „greifen“.

„Ein- oder zweimal im Monat“ macht Bezirksschornsteinfegermeister Silver Hallmann aus Meinersen die Erfahrung - dabei ist er heutzutage gar nicht mehr ständig mit seiner traditionellen Kluft mit Zylinder unterwegs, sondern eher in moderner Handwerkerkleidung. Schließlich gehört es immer seltener zu seinen Aufgaben, stark verrußte Kamine zu fegen, sondern immer mehr, moderne Heizungsanlagen zu überprüfen. Dennoch: „Gerade neue Kunden, die Humor haben, möchten mich mal anfassen. Und ich werde öfter mal zu einem Gläschen eingeladen.“

Aber nicht nur zu einem Gläschen. Wenn er seinen Bezirk abarbeitet und dabei zufällig bei einem seiner Kunden, bei denen er klingelt, „in eine Hochzeitsfeier oder einen Geburtstag platzt“, gibt es auch schon mal eine Einladung zum Essen oder die Bitte um ein paar Fotos mit Brautleuten oder Geburtstagskind. Und vor einigen Jahren hatte er ein Erlebnis, an das er sich noch heute erinnert. „Ich stand in meiner Kluft beim Bäcker, als zwei Frauen reinkamen. Die wollten mir über die Schulter spucken, und eine hat das auch gemacht, bevor ich reagieren konnte - mitten in dem Laden“, erzählt Hallmann.

ba

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