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Schon wieder gerissenes Schaf: Hobby-Züchter gibt auf

13 tote Tiere auf einer Weide Schon wieder gerissenes Schaf: Hobby-Züchter gibt auf

Hobby-Schafzüchter Dietmar Lenzner ist geschockt. Am Freitagmittag hat er auf seiner Weide bei Wesendorf sein 13. Kamerunschaf verloren. Das Tier war gerissen, der Hals aufgefressen worden. „Ich habe innerlich aufgegeben“, sagt Lenzner, der jetzt nur noch ein Schaf auf der Weide an der Straße nach Westerholz hat. Diese Fläche will er jetzt einem Interessenten überlassen.

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Ein Züchter gibt auf: Der Wesendorfer Dietmar Lenzner mit dem letzten verbliebenen Kamerun-Schaf.

Quelle: Lea Rebuschat

Wesendorf. Im November 2016 lagen fünf tote Tiere auf Lenzners Weide, Anfang Dezember nochmals fünf. Sie waren aber allesamt nicht gerissen worden. Die Todesursache hat Lenzner nicht klären lassen. Danach waren zwei Kamerunschafe gerissen worden. Sie wiesen genau solche Halsverletzungen auf wie das am Freitag getötete Tier.

Lenzner hat den aktuellen Fall noch nicht gemeldet. Deshalb kennt Wolfsberater Joachim Remitz auch keine Details und wollte sich gestern gegenüber der AZ noch nicht dazu äußern. Aber in den beiden Fällen davor hatte Remitz einen Wolf als Täter ausgeschlossen. Denn: „Der Wolf tötet mit einem Kehlbiss. Aber er frisst immer zuerst das Schnitzel“, so Remitz damals. In Frage komme vielmehr ein Fuchs oder ein Marderhund. „Einen Marderhund habe ich auch schon in der Nähe gesehen“, so Dietmar Lenzner. Verwertbare Spuren gebe es aber nicht.

Aus Lenzners Sicht ist trotzdem der Wolf Schuld an dem Dilemma. „Er verdrängt andere Tiere, die sich dann auf andere Weise Futter suchen“, so der Wesendorfer, der die Schafshaltung auf der betroffenene Weide jetzt nach den Vorfällen der letzten Zeit einstellen will. Dietmar Lenzner sagt: „Ich will mich nicht weiter ärgern. Es gibt auch schon einen Interessenten für die Weide.“

fed

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