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Gifhorn Stadt Schlammschlacht der Dichter
Gifhorn Gifhorn Stadt Schlammschlacht der Dichter
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16:00 04.11.2012
Reges Interesse am Poetry Slam in Gifhorn: Elf Dichter stritten um die Gunst der Zuhörer.

Gleich elf Dichter stellten sich dem 200-köpfigen Publikum. Und wer bisher gedacht hatte, literarisches Schaffen sei außerhalb von Bestsellerlisten was für Langweiler, sah sich getäuscht. Beim Poetry-Slam wird die Kunst auf eine neue Ebene katapultiert. Die Teilnehmer präsentieren ihre Texte innerhalb einer vorgegebenen Zeit dem Publikum - in diesem Fall fünf Minuten. Und dabei wird nicht nur schlapp vorgelesen, es gibt eine gehörige Portion Selbstinszenierung dazu.

Das besondere Erlebnis Poetry Slam entstand in den 80er-Jahren in Amerika, hat von dort aus die Welt erobert. Erlaubt sind alle literarischen Bereiche, auch Comedy zum Beispiel. Nur selbstverfasst müssen die Texte sein, und zum Einsatz kommen nur Stimme und Körper.

Auch in Deutschland gibt es eine Slammer-Szene. Volker Strübing etwa war 2005 Poetry-Slam-Meister. Er wärmte das Publikum außer Konkurrenz ein wenig auf. Moderator Dominik Bartels war ebenfalls ein Slam-erfahrener Mann. Hinzu kamen die Gifhorner Literaten wie Günter Kraft, Hans-Jürgen Gundlach und Harald Stanger.

Das Publikum hatte Spaß. Es gab neben den Noten für die Literaten viel Applaus und viele Lacher - und für einen guten Zweck erfreute man sich ja zudem an der Show. Dafür dankte AZ-Geschäftsstellenleiter Hans-Jürgen Dölves ausdrücklich.

Das Finale des Poetry Slam wurde weiblich, es entschied Sabrina Schauer aus Hamburg vor Pauline Füg für sich.

cn/apo