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Sauer: Plötzlich steht ein Bohrtrupp vorm Haus

Gifhorn Sauer: Plötzlich steht ein Bohrtrupp vorm Haus

Gifhorn. Karl-Hermann Kampke (65) ist sauer auf den Landkreis: Plötzlich stand auf seinem Grundstück unangekündigt ein Bohr-Trupp, den er wieder vom Hof schickte. Ein Mitarbeiter des Landkreises entschuldigt sich später in einem Schreiben für einen Kommunikationsfehler, kündigt aber gleichzeitig einen kostenpflichtigen Bescheid an.

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Ärger an der Celler Straße: Ohne Wissen des Grundstücksbesitzers tauchte hier ein Bohrtrupp auf.

Quelle: Michael Uhmeyer

Kampke ist verärgert: Die Mitarbeiter eines vom Kreis beauftragten Ingenieurbüros haben sein Grundstück an der Celler Straße unangemeldet betreten. Auf dem ehemaligen Tankstellen-Areal sollen Grundwasser-Messstellen gebohrt werden. Kampke will kooperieren - fühlt sich aber durch Androhung eines kostenpflichtigen Bescheides genötigt.

Als die Mitarbeiter des Ingenieurbüros ohne Vorankündigung bei ihm aufgetaucht seien, habe er versucht, sich mit dem Kreis in Verbindung zu setzen. „Beim Kreis war jedoch keiner erreichbar, um die Angelegenheit kurzfristig zu klären“, so Kampke. Also verwies er die Mitarbeiter des Ingenieurbüros vom Grundstück.

In einem Schreiben entschuldigt sich ein Kreis-Mitarbeiter später schriftlich bei Kampe für das unangemeldete Auftauchen der Bohr-Experten auf dessen Grundstück. „Aufgrund eines Kommunikationsmissverständnisses zwischen dem Ingenieurbüro und dem Landkreis Gifhorn habe ich es leider versäumt, Sie hiervon in Kenntnis zu setzen.“ Dann setzt der Kreis noch einen oben drauf: Weil der zuständige Sachbearbeiter den 65-Jährigen nicht angetroffen habe und auch eine telefonische Erreichbarkeit nicht gegeben gewesen sei, folge nun eine formelle Anhörung. Aufgrund des Niedersächsischen Bodenschutz-Gesetzes sei auch beabsichtigt, einen kostenpflichtigen Bescheid zu erlassen. „Es gibt in Deutschland keine Residenzpflicht - weder auf einem Grundstück noch am Telefon“, reagiert Kampke sichtlich verärgert.

„Bürgerfreundlicher Umgang sieht anders aus“, hat sich Kampke mit einem Beschwerdeschreiben am 6. November direkt an Landrat Dr. Andreas Ebel gewandt. Kampke, der immer noch auf eine Antwort der Kreisverwaltung wartet, hat dem Kreis inzwischen genehmigt, die Bohrungen am 20. November vorzunehmen.

ust

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