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Sally Perel an der IGS Gifhorn

Zeitzeuge berichtet Sally Perel an der IGS Gifhorn

Sally Perel überlebte als Jude die Zeit des Nationalsozialismus. An der IGS Gifhorn schilderte er am Dienstag seine bewegende Geschichte.

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Wichtiger Zeitzeuge: Jude Sally Perel überlebte den Holocaust getarnt als als Hitlerjunge. Am Dienstag war er an Gifhorns IGS zu Gast.
 

Quelle: Ron Niebuhr

Gifhorn.  Vier Jahre als Schaf im Wolfspelz: Jude Sally Perel überlebte den Holocaust in Nazi-Uniform. Die Erinnerung daran schilderte der gebürtige Peiner, Jahrgang 1925, in seinem Buch „Ich war Hitlerjunge Salamon“. Am Dienstag erzählte er Acht- und Neuntklässlern der Gifhorner IGS von damals.

„Heute erleben wir eine ganz besondere Stunde mit einem ganz besonderen Gast“, kündigte Gesamtschuldirektor Peter Mende Sally Perel an. Der Israeli deutscher Herkunft sei an die IGS gekommen, um „aus dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte“ zu berichten, sagte Mende. „Denn es ist wichtig, Zeitzeugen zu hören. Gerade heute, wo es leider wieder viele Menschen gibt, die ideologisches Gift in unsere Gesellschaft streuen.“

Für Perel war Gifhorns IGS die erste Station auf seiner vierwöchigen Lesereise durch ganz Deutschland. Er fühle sich dabei immer wie ein Geschichtslehrer, sehe sich aber eher als Zeitzeuge, sagte er. „Die Geschichte ist die beste Lehrmeisterin. Aus ihr lernen wir, was damals falsch lief. Und zwar auch schon vor der NS-Zeit“, sagte Perel. Man müsse die Fehler kennen, um nicht Gefahr zu laufen, sie zu wiederholen. Wer von Gaskammern und Völkermord nichts wisse, sei bloß ein Dummkopf. „Wer beides leugnet, ist ein Verbrecher“, sagte Perel. Deutschland sei eben nicht nur eine Nation mit einer Geschichte der Dichter und Denker, sondern auch von Himmler und Hitler. Unter deren Herrschaft überlebte Perel vier Jahre lang getarnt als Hitlerjunge. Die Jahre „in der Haut des Feindes fühlten sich für mich an wie eine Ewigkeit“, erzählte er. Und doch dachte er nie ans Aufgeben oder gar an Selbstmord, denn: „Man will doch nicht sterben, bevor man gelebt hat“, sagte Perel. Der Förderverein der IGS ermöglichte die Lesung und das anschließende Gespräch zwischen Autor und Schülern.
 

Von Ron Niebuhr

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