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Gifhorn Stadt SV Tappenbeck will für Sportzentrum kämpfen
Gifhorn Gifhorn Stadt SV Tappenbeck will für Sportzentrum kämpfen
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23:00 22.11.2012
Das Schicksal bundesweit bekannt machen: Der SV Tappenbeck kündigt an, für den Erhalt des Sports im Ort zu kämpfen. Quelle: Christoph Wolter

„Wir verlangen doch keinen Palast“, sagt Malte Sgorsaly, zweiter Vorsitzender des SV Tappenbeck. „Wir wollen nur, dass es in Tappenbeck weiter Sport gibt.“ Und dazu braucht der Ort ein Sportzentrum. Weil der Bund aber nur 534.000 Euro für das alte zahlen will, ist die Aufregung im Verein groß.

„Wir sind total enttäuscht. Das werden wir nicht hinnehmen“, sagt Sgorsaly. Der Sportverein bietet seinen rund 400 Mitgliedern Angebote für alle Altersklassen. Und das Sportheim dient auch als Dorfgemeinschaftshaus. „Bleibt es bei den 534.000 Euro, bricht das soziale Leben im Ort zusammen“, befürchtet Sgorsaly.

1,1 Milliarden Euro soll der Weiterbau der A 39 nach neuesten Schätzungen kosten. Die Gemeinde Tappenbeck veranschlagt für den Bau des neuen Sportzentrums 2,5 Millionen Euro. „Das sind 0,2 Prozent der Gesamtkosten“, rechnet Sgorsaly vor. „Und das für eine Gemeinde, die vom Autobahnbau ohnehin schon so gebeutelt ist.“ Und das neue Sportzentrum muss nur gebaut werden, weil die Autobahn über das Gelände des alten führen soll.

Aber der Verein will das Sport-Aus nicht akzeptieren. Über den Niedersächsischen Fußballverband sei der Fall bereits im Bundesinnenministerium bekannt, das auch für den Sport zuständig ist. Außerdem kündigt Sgorsaly an, überregionale Medien zu kontaktieren. „Unser Schicksal soll bundesweit bekannt werden“, sagt der zweite Vorsitzende des SV Tappenbeck.

alb