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Gifhorn Stadt SPD im Kreistag: Die Mehrheit ist futsch
Gifhorn Gifhorn Stadt SPD im Kreistag: Die Mehrheit ist futsch
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17:00 30.11.2015
Paukenschlag im Kreistag: Andreas Katsch-Herke (kl. Foto) wechselt von der SPD zu den Unabhängigen. Die Gruppe SPD/Grüne/Piraten/Linke verliert ihre Mehrheit. Quelle: Photowerk (mpu)
Gifhorn

Das teilte Katsch-Herke am Montag der AZ mit. „Ich sehe keinen gemeinsamen Weg“, zog er nach einem Gespräch mit der Kreis-SPD (AZ berichtete) sein Fazit. „Es tut mir schon leid. Ich habe lange überlegt.“ Trotz aller Bemühungen von Rolf Schliephacke, Siegfried Weiß und Jürgen Beckmann: „Ich will kein fünftes Rad am Wagen sein.“

„Ich bin sehr enttäuscht“, so Schliephacke. An der Kreis-SPD habe der Austritt nicht gelegen. „Wir haben mit den Querelen in Gifhorn nichts zu tun.“ Dass Katsch-Herke keinen gemeinsamen Weg mit der Kreis-SPD sehe, „kann ich nicht verstehen“.

„Es geht uns besser mit dieser Stimme mehr“, sagt Niklas Herbermann von den Unabhängigen, die damit nun stimmberechtigte Sitze in Ausschüssen erlange. Gruppenbildung mit der CDU strebt er nicht an. „Wir werden weiterhin nicht immer mit der CDU stimmen und uns eigene Gedanken machen.“ Der Kreistag werde spannender: „Man muss mehr um Mehrheiten ringen.“

„Das mussten wir schon immer. Nichts fällt einem in den Schoß“, so Helmut Kuhlmann, Chef der CDU-Fraktion, die nun die Mehrheit hat, wenn die Gruppe Unabhängige/FDP und der Landrat mitstimmen. Er sieht CDU und Unabhängige oft gemeinsam an einem Strang ziehen: „Wir haben immer gut miteinander gearbeitet.“

rtm

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