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SEK-Einsatz nach Facebook-Finte

Polizei sucht Fälscher SEK-Einsatz nach Facebook-Finte

Der durch ein Fake-Profil bei Facebook ausgelöste irrtümliche SEK-Einsatz in Gifhorn ist für die Polizei noch nicht zu den Akten gelegt. Die Ermittler setzen sich jetzt auf die Spur desjenigen, der das falsche Profil erstellt hatte.

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SEK-Einsatz wegen eines falschen Facebook-Profils: Die Gifhorner Polizei sucht derzeit den Verursacher.

Quelle: Archiv

Gifhorn. Computerexperten warnen indessen davor, dass Unbeteiligte sehr einfach zu Opfern von Profil-Fälschern werden können.

Die Polizei ging auf Nummer sicher und griff in der Nacht zum vorigen Freitag lieber zu: Erst danach stellte sich zweifelsfrei heraus, dass der 41-Jährige aus der Südstadt, dessen Telefonnummer auf einem Facebook-Account mit einem Pistolenmann auftauchte, mit dem Islamischen Staat nichts zu schaffen hatte (AZ berichtete).

So wie der 41-Jährige kann offenbar jeder auf einem falschen Facebook-Account landen. Fälscher haben es laut Jo Bager, Experte der Fachzeitschrift c‘t, einfach: „Nun, man muss im Grunde ja nichts anderes machen, als einen neuen Facebook-Account anzulegen - überhaupt nicht schwer. Hat das Opfer bereits einen Account, kann man sich bei dessen Inhalten bedienen.“ Schon schwieriger sei es als Opfer, sich aktiv zu schützen. „Man kann ab und zu in Facebook nach seinem Namen suchen und nachschauen, ob es möglicherweise einen Fake-Account gibt. Das ist aber nur für Menschen mit einem ungewöhnlichen Namen realistisch, nicht für Heinz Müllers - davon gibt es zu viele.“

Wer sich auf dubiosen Seiten gefunden habe, „sollte Facebook auf das gefälschte Profil hinweisen. Im Titelbild des Fake-Profils klickt man dazu auf die drei Punkte neben ,Nachricht senden‘.“

„Das Profil war schon gelöscht, als der Einsatz stattfand“, berichtet Polizeisprecher Thomas Reuter zum aktuellen Fall aus der Südstadt. Dennoch werde jetzt bundesweit - die Gifhorner arbeiten mit „übergeordneten Stellen“ zusammen - ermittelt, wer fürs Fake verantwortlich ist. „Das wird noch dauern“, sagt Reuter. Und könnte nach Einschätzung Bagers ins Leere laufen.

„Wenn es ein Dumme-Jungen-Streich war, dann hat die Polizei gute Karten, mit Hilfe von Facebook den Urheber zu ermitteln. Falls sich der Urheber allerdings Mühe gegeben hat, seine Spuren zu verwischen, kann es schwierig bis unmöglich werden, ihn aufzuspüren.“

rtm

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