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Rundgang durch bedrohtes Kleinod am Weiland

Gifhorn Rundgang durch bedrohtes Kleinod am Weiland

Gifhorn. Spaziergang für den Umweltschutz: Rund 30 Interessierte folgten am Sonntagvormittag dem Gifhorner Geologen Rainer Bartoschewitz, der zusammen mit dem BUND eine Erweiterung des Egger-Parkplatzes in eine eiszeitliche Düne hinein verhindern will.

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Umweltschutz-Spaziergang am Brenneckes Berg im Weiland: Fast 30 Gifhorner machten sich ein Bild vom Gelände, das eine Parkplatzerweiterung einschränken würde.

Quelle: Photowerk (cc)

Zunächst erläuterte Bartoschewitz der Wandergruppe die Entstehung der Düne rund um den Brenneckes Berg am Weiland mit inzwischen trocken gefallenem Schlatt, dann machte sich die etwa 30-köpfige Gruppe auf. Zunächst ging es auf den Brenneckes Berg (65 Meter). Danach zum trockenen Schlatt, eine vom Wind ausgeblasene Wanne oder Mulde, in der sich einst Oberflächenwasser zu einem kleinen Teich gesammelt hatte. „Darauf sind wir als Kinder Schlittschuh gefahren“, erinnert sich eine Teilnehmerin. Bartoschewitz: „Das kennen viele aus ihrer Kinderzeit.“ In den 70er Jahren sei das Schlatt verlandet. Zum Schluss ging es dorthin, wo der Schichtstoff-Hersteller Egger sein Gelände erweitern will (AZ berichtete).

„Wenn diese Erweiterung durchkommt, gehen sie dicht ins Dünengebiet und ins Schlattgebiet“, sagt Bartoschewitz. Das will Eva Gresky vom BUND mit Überzeugungsarbeit bei der Politik verhindern. „Wir versuchen, diese Kostbarkeit den Fraktionen deutlich zu machen.“ Es sei ein sehr gut erhaltenes Dünen-Ensemble, das es so in Gifhorn kaum noch gebe und das unter Schutz gestellt gehöre. „Es müssen irgendwo anders Parkplätze gefunden werden.“ Stattdessen könnte Egger das Niederschlagswasser von seinem Gelände in das alte Schlatt ableiten, sodass dieses revitalisiert werden könnte, meint Bartoschewitz.

Der Geologe und die BUND-Frau freuen sich über das große Interesse an dem Rundgang. Bartoschewitz: „Ich bin sehr überrascht. Ich habe nicht damit gerechnet, dass so viele Leute kommen würden.“

rtm

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