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Rübenanbauer fürchten um ihre Existenz

Betriebe dürfen nur geringe Mengen liefern Rübenanbauer fürchten um ihre Existenz

Die Zeichnung der Lieferverträge bei der Nordzucker AG für den Rübenanbau zur Kampagne 2018 ist abgeschlossen. Dabei trifft die fehlende Zuteilung von Zuckerrübenvertragsmengen den Kreis Gifhorn besonders hart, Einzelbetrieblich ist der Rübenanbau in Frage gestellt, schlägt der Zuckerrübenanbauerverband Niedersachsen Alarm.

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Zuckerrübenernte: Die fehlende Zuteilung von Vertragsmengen gefährdet laut Anbauerverband die Existenz der Betriebe.
 

Quelle: Nordzucker

Gifhorn. Im gesamten Nordzuckergebiet war festzustellen, dass die Nachfrage der Rübenanbauer nach Vertragsmengen zum Anbau in 2018 die Erwartungen sämtlicher Verantwortungsträger außerordentlich übertroffen hat.

Nun erfolgt die Zuteilung der begrenzten Vertragsmengen auf die einzelnen Rübenanbauer, zuerst werden alle Lieferansprüche aus den Kapitalanteilen der Betriebe bedient, die nicht genutzten Lieferansprüche, ergeben dann die sogenannte Freie Menge, die durch die Nordzucker AG ohne Mitwirkung der Anbauerverbände und Holdinggesellschaften nach selbst festgesetzten Kriterien verteilt wird.

„Da nur eine begrenzte Freie Menge zur Verfügung steht, bekommen Regionen wie Gifhorn die Nachteile des Verteilungssystems zu spüren, da der gesamte Nordkreis Gifhorn historisch bedingt nur eine geringe Aktienausstattung hat“, so Gerhard Borchert, Vorsitzender des Zuckerrübenanbauerverbandes Niedersachsen Ost. „Nach den bisherigen Aussagen aller Verantwortlichen haben wir jedoch vertraut, genügend Freie Menge zu bekommen.“

Aufgrund der Aussagen haben die Anbauer wesentlich mehr Rüben eingeplant und in die Rübe investiert. Die Rentabilität des gesamten Systems ist nun in Frage gestellt, da die Rübenroder deutlich weniger Fläche roden können und auch die vorhandenen Lkw zur Rübenabfuhr nur zum Teil genutzt werden können. „Wir befürchten, dass sich unsere Rübenanbauer nun nach Alternativen umsehen“, ergänzt Cord Linnes, Geschäftsführer des Verbandes. Dies kann bedeuten, dass die Anbauer andere Früchte auf den Feldern produzieren, oder aber versuchen über andere Vermarktungswege den Rübenanbau im Betrieb zu halten.

Hierzu Linnes: „Es kann nicht unser Ziel sein, dass Rüben aus einer der leistungsfähigsten Regionen im gesamten Nordzucker-Gebiet an andere Abnehmer geliefert werden.“

Von Redaktion

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