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Rotes Sofa: Gelungene Premiere mit Sybille Schnehage

Interessante Gesprächsrunde im Cardenap Rotes Sofa: Gelungene Premiere mit Sybille Schnehage

Rotes Sofa kann nicht nur der NDR. Rotes Sofa kann auch das Café Aller. Und im Gegensatz zum meist eher seichten Talk im Fernsehen dürfen sich Besucher im Cardenap auf tiefschürfende Gespräche freuen. Zur Premiere begrüßte Martin Wrasmann am Donnerstagabend die Afghanistan-Expertin Sybille Schnehage.

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Auf dem roten Sofa: Martin Wrasmann sprach mit Sybille Schnehage über Afghanistan und die Ursachen der Flüchtlingsströme. Foto: Ron Niebuhr

Gifhorn. Pastoralreferent Wrasmann erhofft sich von der neuen Talkreihe im Café Aller „intensive und begegnungsreiche Abende“. Zu Gast sein sollen Prominente aus dem Landkreis, die „in besonderer Solidarität mit Menschen aus der so genannten dritten Welt leben und arbeiten“, erklärte er eingangs. Der Talk sei jeweils auf eine Stunde begrenzt, man wolle nicht in Belanglosigkeiten abdriften.

Das Risiko bestand beim Premierengast gewiss nicht: Sybille Schnehage berichtete ausführlich und mitreißend von ihrem nunmehr 30-jährigen ehrenamtlichen Einsatz für Afghanistan.

Ganz gleich als wie unsicher Afghanistan gilt, „ich habe dort noch nie Angst verspürt“, betonte sie. Weil sie den einheimischen Beschützern vertraut und ihr ein „unbändiges Gottvertrauen“ innewohnt. Es ärgert sie, dass sie derzeit nicht ausreisen darf (AZ berichtete): „Ich bin doch keine Terroristin!“ Helfen kann sie aktuell nur übers Telefon.

Die Flüchtlingsströme aus Afghanistan und anderen Ländern gen Europa überraschen Schnehage nicht: „Wir dürfen uns nicht wundern, dass die Armen zu uns Reichen kommen. Wir haben ja Mitschuld an ihrer Armut.“ So habe auch der Bundeswehreinsatz zu wenig bewirkt: „Man hat Millionen in Militärcamps gesteckt, aber nichts in nachhaltige Hilfsprojekte“, kritisierte sie. Und warum nicht? „Weil niemand vor Ort war, dessen Herz wirklich für dieses Land schlägt“, bedauerte Schnehage. Sie macht weiter, denn Afghanistan lässt sie nicht mehr los: „Ich träume jede Nacht davon - in der Landessprache Dari.“

rn

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