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Riesen-Ansturm auf die Gifhorner Tafel

Gifhorn Riesen-Ansturm auf die Gifhorner Tafel

Die Gifhorner Tafel stößt an ihre Kapazitätsgrenzen. „Inzwischen sind es mehr als 1900 arme Menschen, die wir mit Nahrung versorgen“, sagt Sprecherin Edeltraud Sack.

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Immer mehr Hilfsbedürftige: Die Mitarbeiter der Gifhorner Tafel sind am Rande der Kapazitätsgrenzen angekommen.

Quelle: Photowerk (cc)

Ein Ende dieser besorgniserregenden Entwicklung sei nicht absehbar. Fast täglich kämen neue Hilfsbedürftige hinzu.

Die Tafel, die vor zwölf Jahren ihre Arbeit aufnahm und damals an 35 Arme kostenlos Lebensmittel ausgab, ist am heutigen Standort im Paulsumpf den Anforderungen kaum noch gewachsen. „An unseren Ausgabetagen am Dienstag, Mittwoch und Freitag werden die Schlangen immer länger“, so Sack. 43 Mitarbeiter seien im Einsatz, um den Ansturm zu bewältigen.

Besonders schlimm sei die Tatsache, dass immer mehr alte Menschen ohne die Tafel-Hilfe nicht existieren könnten. „380 Senioren aus Gifhorn kommen regelmäßig zu uns - sie haben ein Leben lang gearbeitet, doch ihre Rente reicht nicht“, erklärt die Tafel-Sprecherin. Sack weiß von einigen Kirchengemeinden, dass es noch mehr hilfsbedürftige Senioren und eine hohe Dunkelziffer an Altersarmut gibt: „Sie kommen aus Scham nicht zu uns.“

Drastisch zugenommen habe die Zahl von Berufstätigen, die von ihrem Lohn ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können. „Viele haben drei Arbeitsstellen, doch es reicht trotzdem nicht“, berichtet Sack.

Unter den 1900 Tafel-Kunden seien auch mehr als 60 Asylbewerber. „Mit unserem Wagen bringen wir auch Lebensmittel zu einer achtköpfigen syrischen Flüchtlingsfamilie, die in Isenbüttel lebt und keine Möglichkeit hat, zu uns zu kommen“, erläutert Sack.

Zu den zahlreichen Discountern, mit denen Gifhorns Tafel kooperiert, gehört seit neun Wochen auch Aldi. „Das ist klasse, die angelieferten Waren sind einwandfrei“, freut sich Sack über die Unterstützung.

ust

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