Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Regen und Hochwasser: Paradies für Plagegeister

Im Kreis Gifhorn sind die Mücken los Regen und Hochwasser: Paradies für Plagegeister

Seit Wochen stehende Pfützen in Wäldern, auf Äckern und in Gärten: Ein Paradies für Stechmücken. Entsprechend präsent sind jetzt die Plagegeister und vermiesen manchem Gifhorner den Abend im Garten oder den Spaziergang im Wald.

Voriger Artikel
Ministerin Rundt lobt das Ehrenamt
Nächster Artikel
Die ersten Spielhallen sind schon dicht

Mücken-Alarm: Durch den nassen Sommer mit über Wochen stehenden Pfützen haben sich die Plagegeister gut vermehren können.
 

Quelle: dpa

Kreis Gifhorn.  Mit dem Frühstück für seine Rinder darf sich Joachim Keuch dieser Tage nicht lange aufhalten. „Das Brot verteilen muss schnell gehen.“ Denn wenn die munteren Viecher erwartungsvoll auf ihn zutraben, bringen sie Wolken an Mücken mit. „Mehr als im vorigen Jahr“, sagt Keuch über die Population der unbeliebten Zweiflügler. Und: „Mehr als übel.“ Was hilft? „Gut anziehen, Mütze auf.“ Der Nutztierhalter, Hegeringleiter und Jäger überlegt sogar, sich ein Mückennetz überzuziehen.

Beim Sport am Tankumsee habe er Ruhe gehabt, sagt Christian Heine vom Forstamt Südostheide. Eine Kollegin habe ihm aber berichtet, nahe der Oker in einer Wolke aus Mücken gegangen zu sein. „Es ist tatsächlich so eingetreten“, sagt er über die Prognose noch vor wenigen Wochen, dass wegen des verregneten Sommers mit einer Mückenplage zu rechnen sei (AZ berichtete).

Das Forstamt hat sich darauf eingestellt und versorgt seine Außendienstler mit Sprays. Auch der Aller-Ohre-Verband stellt seinen Mitarbeitern Mückenschutz kostenlos als Arbeitsmittel zur Verfügung. „Nur die besten“, sagt Geschäftsführerin Silke Westphalen, die dabei auf die Testergebnisse der Stiftung Warentest achtet. Kummer mit den Plagegeistern gewohnt sei inzwischen auch sie: „Ich habe den Eindruck, dass es jetzt mehr Mücken geworden sind.“

Das bestätigt nun auch Bärbel Rogoschik vom Nabu-Artenschutzzentrum. Von einer Plage wolle sie aber noch nicht sprechen. „Das ist eine normale Entwicklung.“ Man fühle sich geplagt von der gewachsenen Population. Aber mit einem Abend in Schweden sei das immer noch kein Vergleich.

Und obwohl Bärbel Rogoschik selbst von sich sagt, „die stürzen sich immer auf mich“, kann sie dem Dasein der Mücken als Leibspeise mancher Vögel dann doch noch etwas Positives abgewinnen: „Es ist noch einiges an Schwalben da, die müssen sich für den Zug in Richtung Süden rüsten. Und die Fledermäuse müssen auch noch ein bisschen zulegen.“

Von Dirk Reitmeister

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gifhorn Stadt

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt "Kreis Gifhorn" für Sie zusammengefasst. mehr

Ausbildungsplatz in der Region Gifhorn gesucht? Dann schau bei Azubify.de vorbei, deiner Anlaufstelle für alles rund um die Ausbildung in Gifhorn. Powered by AZ. mehr

Viele strittige Entscheidungen in der Fußball-Bundesliga: Was halten Sie vom Videobeweis?

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr