Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Reformator Martin Luther trifft Geister, Hexen und Kürbisfratzen
Gifhorn Gifhorn Stadt Reformator Martin Luther trifft Geister, Hexen und Kürbisfratzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:55 01.11.2013
Lustig und lehrreich: Diakon Frank Fischer (r.) und Kirchenvorsteher Rolf Buhmann (Mitte) feierten mit Konfirmanden aus der Isenbütteler St. Mariengemeinde am Donnerstagabend Halloween und Reformationstag. Quelle: Ron Niebuhr
Anzeige

„Beides ist für Jugendliche wichtig: Halloween und Reformationstag“, sagte Fischer. Der Diakon wollte dem Nachwuchs den Spaß am bunten Treiben mit gruseligen Kostümen, Kürbisfratzen und Süßes oder Saures nicht vermiesen. Die Konfirmanden schnitzten erst in der Alten Schule Kürbisköpfe und schminkten sich als Geister, Vampire und Hexen.

Dann erzählte ihnen Martin Luther, verkörpert von Rolf Buhmann, in der benachbarten historischen Kapelle aus seinem Leben. Die Konfirmanden erfuhren, dass Süßes oder Saures auf einen religiösen Brauch zurückzuführen ist: Europäische Christen erbettelten am 2. November („Allerseelen“) Seelenkuchen, ein quadratisches Brot mit Johannisbeeren. Im Gegenzug beteten sie für die verstorbenen Angehörigen der Spender, berichtete Diakon Fischer.

Die zu Halloween typischen Kürbisfratzen entstammen der alten irischen Legende von Jack O‘Lantern, der den Teufel austrickste. Und das gruselige Schminken war beim keltischen Samhain üblich: Man wollte so die Geister der Toten davon abhalten, sich der Körper der Lebenden zu bemächtigen.

Konfirmanden aus drei Gruppen der Isenbütteler St. Marienkirche nahmen am Donnerstagabend in Wasbüttel am Mix aus Halloween und Reformationstag teil.

rn

Anzeige