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Raupen schlucken beim Rendezvous

Marlene Jaschke in Gifhorn Raupen schlucken beim Rendezvous

Gifhorns Stadthalle war brechend voll, als Jutta Wübbe alias Marlene Jaschke in ihrer typischen schrullig-naiven Art am Samstagabend ihre kleine Welt „nie wieder vielleicht“ zum Besten gab.

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Seit 30 Jahren auf der Bühne: Marlene Jaschke wusste auch in der Gifhorner Stadthalle zu begeistern.
 

Quelle: Cagla Canidar

Gifhorn.  Gifhorns Stadthalle war brechend voll, als Jutta Wübbe alias Marlene Jaschke in ihrer typischen schrullig-naiven Art am Samstagabend ihre kleine Welt „nie wieder vielleicht“ zum Besten gab. An ihrer Seite am Piano wie immer Herr Griepenstroh, Orgelspieler der St. Trinitatisgemeinde, der ihre Ausführungen meist stumm, aber locker Melodien spielend begleitete.

In Marlenes Welt ist Bewegung gekommen: Der Schraubengroßhandel Rieger, Ritter, Berger & Sohn, bei dem Marlene als Chefsekretärin arbeitet, ist an einen Ägypter verkauft worden. „Und ich kann kein Ägyptisch!“ Aber sie passt sich an, mit Düften, Verhaltensmaßregeln und Schrauben zählen.

Derweil schlägt ihr Herz für den Kollegen Siegfried Tramstedt. Dass er ein Buchhalter mit allen denkbaren Klischees ist, erläutert sie in erstaunten wie humorvollen Betrachtungen ihres Besuchs bei ihm.

Die Enttäuschung über das missglückte Rendezvous verarbeitet sie mit Freundin Hannelore, die vorsorglich schonmal eine Grabstelle besorgt. „Nütz’ ja nix, hm? Hm?“ Man müsse auch mal eine Raupe schlucken, wenn man Schmetterlinge im Bauch haben will. Schwester Gertrud empfiehlt das korrekte Atmen, das Marlene Jaschke mit den Zuschauern probt.

Ihr trockener Humor und ihre fahrig-unbekümmerte Gestik sind einzigartig, wenn sie von Wellensittichdame Waltraud erzählt, die nicht an der zu schweren Lederleine, sondern an der Gummileine um sie herumfliegt, bis eine gläserne Schiebetür dem Einhalt gebietet.

Gewürzt mit klassischen und modernen Melodien in trocken-witziger Übersetzung lässt Marlene Jaschke kaum ein Auge trocken. Das Publikum fühlte sich bestens amüsiert und ahnte kaum, dass Marlene Jaschke mit diesem Programm ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum feierte.

Von Stephanie Dorer

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