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Raumnot wächst: Immer mehr Flüchtlinge

Gifhorn Raumnot wächst: Immer mehr Flüchtlinge

Gifhorn. Der Druck, für Flüchtlinge Unterkünfte zu schaffen, wächst im Kreis Gifhorn. Kommende Woche muss er 73 Menschen zusätzlich aufnehmen - dabei ist der nächste Trakt in Ehra-Lessien noch nicht fertig.

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Raumnot: In Ehra-Lessien können noch keine weiteren Flüchtlinge untergebracht werden.

Quelle: Photowerk (jr Archiv)

Die Unterbringung werde immer mehr zum Wettrennen, so Landrat Dr. Andreas Ebel und Fachbereichsleiter Michael Funke. Dennoch sollen Zeltstädte auch weiterhin kein Thema sein.

Die Landesaufnahmebehörde habe 5000 Plätze für mehr als 8000 Menschen - also werden kommende Woche 3000 auf die Landkreise verteilt, so Ebel. Für Gifhorn bedeute dies, dass 73 Menschen in den nächsten Trakt in Ehra-Lessien untergebracht werden müssen, der kommende Woche fertig werden soll - und eigentlich nur Platz für 45 Menschen biete. „Dort müssen wir erst einmal improvisieren“, so Funke. Drei weitere 45-Plätze-Trakte sollen Mitte September fertig werden. Man versuche, schneller zu sein.

Das Land kündigte laut Ebel derweil eine Erhöhung der wöchentlichen Zuweisungen an. Dem Landrat reicht‘s: „Wir fangen hier den ganzen Druck auf.“ Ebel schließt sich der Forderung des Niedersächsischen Landkreistags an, weitere 5000 Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen zu schaffen.

83 Prozent der Flüchtlinge, die Gifhorn aufnehme, seien aus Balkanstaaten und damit aus sicheren Herkunftsländern. „Die dürften gar nicht zu uns weiter, müssten eigentlich in den Erstaufnahmeeinrichtungen bleiben.“ Stattdessen blockierten sie - bei allem Verständnis für ihre Situation - für sechs, acht oder sogar zwölf Monate Plätze für Bewerber mit mehr Aussicht auf Asyl.

rtm

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