Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Raub und Diebstahl: Gifhornerin (21) angeklagt

Verhandlung im Landgericht Hildesheim Raub und Diebstahl: Gifhornerin (21) angeklagt

Ihre Taten haben eine Vorgeschichte. Was zu dem versuchten Raub und dem Diebstahl durch die 21-Jährige aus dem Kreis Gifhorn geführt hat, das sollte am Montag am zweiten Verhandlungstag vor dem Landgericht Hildesheim ergründet werden.

Voriger Artikel
Kanalschaden: Bauarbeiten dauern länger als geplant
Nächster Artikel
Chloridlösung läuft aus Paket aus

Landgericht Hildesheim: Eine 21-Jährige aus dem Kreis Gifhorn muss sich wegen Raub und Diebstahl verantworten.

Quelle: Archiv

Kreis Gifhorn/Hildesheim. Eine Mitarbeiterin der Jugendgerichtshilfe skizzierte die Kindheit der jungen Frau. Demnach starb ihre Mutter, als die heute 21-Jährige fünf Jahre alt war. Der Vater erhielt das alleinige Sorgerecht für seine vier Kinder, die Oma übernahm die Mutterrolle. Die vier Geschwister verwahrlosten jedoch immer mehr. Die Familie lebte teilweise ohne Strom und Heizung. Die zwei jüngeren Brüder der Angeklagten hatten noch nicht einmal eigene Betten. „Sobald das Jugendamt der Familie zu nahe kam, zogen sie um, kreuz und quer durch den Landkreis Gifhorn“, sagte die Mitarbeiterin der Jugendgerichtshilfe. 2009 wurden die Kinder das erste Mal aus der Familie genommen, durften aber zurück. Die 21-Jährige schaffte als einzige aus der Familie einen Hauptschulabschluss, rutschte jedoch ab, als sie mit 14 Jahren erst mit Alkohol, dann mit Drogen in Kontakt kam. Später finanzierte sie ihre Alkohol- und Drogensucht durch Prostitution. Mehrere Klinikaufenthalte folgten. Der Gutachter attestierte der jungen Frau eine psychische Störung des Borderline-Typs sowie eine Alkohol- und Drogenabhängigkeit.

Als sie ihre Leben im Jahr 2016 ändern wollte, lernte sie in einer Entzugsklinik ihren damaligen Freund kennen. „Er hat sie zu den Taten gedrängt“, ist der Staatsanwalt überzeugt. Er rechnete der Frau hoch an, dass sie sich selbst gestellt hatte. Ihre Entschuldigung bei den Zeugen hielt der Staatsanwalt für glaubwürdig.

Anders als der Gutachter sah der Staatsanwalt keine Gefahr für weitere Straftaten durch die Frau. Er beantragte deshalb eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung. Eine Auflage soll eine stationäre Drogentherapie sein. Sollte das Gericht zu einer Jugendstrafe kommen, hätte der Verteidiger gern eine milde Strafe. Die Kammer wird ihr Urteil am Dienstag, 11. Juli, verkünden.

Von Bettina Reese

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gifhorn Stadt

Auf der Themenseite zur Bundestagswahl 2017 finden Sie alle News und Informationen zur Wahl des deutschen Bundestags am 24. September 2017. mehr

Ausbildungsplatz in der Region Gifhorn gesucht? Dann schau bei Azubify.de vorbei, deiner Anlaufstelle für alles rund um die Ausbildung in Gifhorn. Powered by AZ. mehr

Wie schwer wiegt der Gomez-Ausfall?

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr