Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Rat nimmt sich Anwältin

Weyhausen Rat nimmt sich Anwältin

Weyhausen. „Wie hier gearbeitet wird ist nur noch peinlich!“ Nach der Ratssitzung am Donnerstag machte ein Weyhäuser Bürger seinem Ärger Luft – und bekam Zustimmung von vielen Besuchern der Sitzung. Zuvor hatten die Politiker beschlossen, sich von einer Rechtsanwältin vertreten zu lassen.

Voriger Artikel
Altstadtfest: Im Zorb über das Parkdeck
Nächster Artikel
Findorff-Schule wird später fertig

Grund für Ermittlungen gegen den Bürgermeister: Die Erschließung des Gewerbegebietes Klanze.

Quelle: Photowerk (alb Archiv)

Hintergrund sind die Ermittlungen gegen Bürgermeister Hans-Georg Ranta (WGW) wegen des Verdachts der Untreue und Bestechlichkeit in Zusammenhang mit der Erschließung des Gewerbegebietes Klanze. Die Einstimmigkeit aus der vorigen Sitzung war allerdings nicht mehr gegeben. Waren Mitte Juli noch alle Ratsmitglieder dafür, einen Rechtsbeistand zu nehmen, enthielten sich am Donnerstag die Mitglieder der WGW-Fraktion oder stimmten sogar dagegen. „Wir sollten uns erst einen Anwalt nehmen, wenn entschieden ist, ob Anklage erhoben wird“, begründete Erich Hemmerling seine Nein-Stimme. Und Hilka Auffahrt beklagte, dass sie im Vorfeld der Sitzung keine Informationen über den zu wählenden Rechtsbeistand erhalten habe. „Gute Zusammenarbeit sieht anders aus.“

Die Rechtsanwältin soll den Rat in den Ermittlungsverfahren gegen Bürgermeister Ranta dort vertreten, wo die Gemeinde in ihren Rechten betroffen sein könnte. Klaus Schwarz (SPD), Alfred Fließwasser (CDU) und Gaby Klose (fraktionslos) wurden beauftragt, Kontakt zu der Anwältin zu halten und dem Rat in jeder Sitzung über den aktuellen Stand zu berichten. Die WGW-Fraktion stellte sich nicht zur Wahl. Zwar hatte Erich Hemmerling seinen Kollegen Peter Winter vorgeschlagen, der verzichtete aber: „Wir haben ja eh keine Chance, gewählt zu werden.“

Rat empört über Ranta

Weil Bürgermeister Hans-Georg Ranta eine 40-seitige Mappe mit Unterlagen zur Klanze-Abrechnung im Dorf verteilt hat, herrschte riesige Empörung im Gemeinderat. Er sei von Bürgern darum gebeten worden, sagte Ranta. Das widerlegte Klaus Schwarz (SPD). Er war im Besitz eines Briefes an Ranta und den Rat, in dem sich ein Bürger massiv über die Zustellung der Info-Mappe beschwerte. Adressiert war der neun Tage alte Brief an Ranta – mit der Aufforderung, ihn an den Rat weiterzuleiten. Das aber hatte Ranta unterlassen.

Ranta begründete sein Versäumnis mit der dünnen Besetzung der Verwaltung während der Urlaubszeit. Und die Mappe beinhalte lediglich allgemeine Informationen.

„Du willst dich wieder rausreden. Das ist unerträglich“, entgegnete Schwarz. Die Mappe beinhalte interne Informationen und Verträge, die nicht in die Öffentlichkeit gehörten. „Du behandelst uns, als wären wir dumme Jungen!“ Alfred Fließwasser (CDU) wunderte sich darüber, dass die Namen aller Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl in dem Bericht auftauchten. „Es ist traurig, dass die WGW mit so einer Schlammschlacht Wahlkampf machen muss“, sagte er.

alb

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Ausbildungsplatz in der Region Gifhorn gesucht? Dann schau bei Azubify.de vorbei, deiner Anlaufstelle für alles rund um die Ausbildung in Gifhorn. Powered by AZ. mehr

Haben Sie schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen?

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr