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Rätsel um Leitung an Mittelalter-Zisterne gelüftet

Archäologe wird an Lüneburger Straße fündig Rätsel um Leitung an Mittelalter-Zisterne gelüftet

Heinz Gabriel hat wieder etwas ausgegraben. Und wieder einmal wurde der emsige Beauftragte der Kreisarchäologie an der Lüneburger Straße in Gifhorn um eine Erkenntnis reicher. Er konnte dort an Ausgrabungen von 2014 anknüpfen und ein Rätsel von damals lüften.

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Fündig geworden: Archäologe Heinz Gabriel an der Holzpipe, die einst ein Überlauf der mittelalterlichen Zisterne an der Lüneburger Straße gewesen sein dürfte.

Quelle: Sebastian Preuß

Gifhorn. Wo einst eine Tankstelle stand und nun zwei Stadtvillen bezogen sind, kam 2014 nicht nur der Findling zu Tage, der jetzt den Grüngürtel der Lüneburger Straße schmückt. Gabriel entdeckte auch die Überreste einer mittelalterlichen Zisterne von etwa anno 1610. Über so genannte Pipen – „aus Baumstämmen gearbeitete Röhren“ – wurde das Wasser in die Stadt, zum Schloss und zu einer Brauerei geleitet. Schon damals war am Rande der Baustelle eine weitere Pipe erkennbar, die unter einer Garage des Nachbargrundstücks verschwand. „Es hatte bis dahin noch keiner gewusst, dass es einen Abzweig nach Norden gab.“

Nun bot ein Eigentümerwechsel bei jenem Nachbargrundstück für Gabriel die günstige Gelegenheit, Licht ins Dunkel der weiteren Pipe zu bringen. Der neue Eigentümer wolle das Grundstück umgestalten, so Gabriel. Unter anderem wurde die Garage abgerissen, um Parkplätze zu schaffen. „Ich freue mich darüber.“ Denn so konnte auch der Archäologe zum Spaten greifen.

Zu Tage brachte Gabriel eine 4,60 Meter lange Pipe, an der sich mindestens eine weitere anschließt. Weiter buddeln muss Gabriel nicht mehr, er hat sich jetzt einen Reim auf die Leitung machen können. „Sie hat ein sehr starkes Gefälle nach Norden. Ich gehe davon aus, dass es ein Überlauf der Zisterne nach Norden in die Ise ist.“ Denn damals habe es die Lüneburger Straße nicht gegeben. Wo die jetzt liege, sei einst Flussniederung gewesen. Die Grundstückseigentümer können nun weiter arbeiten. Gabriel: „Die Archäologie ist an dieser Stelle beendet.“

Von Dirk Reitmeister

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