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Gifhorn Stadt Public Viewing steht für die Zukunft auf der Kippe
Gifhorn Gifhorn Stadt Public Viewing steht für die Zukunft auf der Kippe
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00:17 14.07.2018
Nicht nur die WM blieb hinter den Erwartungen zurück: Das Public Viewing in Gifhorn kommt nicht mehr so gut an. Quelle: Lea Rebuschat
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Gifhorn

40.000 Euro hatte die Verwaltung im Etat 2018 für das Event bereit gestellt, rechnete jedoch mit 25.000 Euro Einnahmen aus Stuhlverleih und Sponsoring. Das Interesse an der Fanmeile blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück: Viele Gifhorner stellten WM-Partys lieber im eigenen Garten auf die Beine oder guckten in Kneipen.

Die Fraktionen im Stadtrat sind nun am Zug: Sie müssen schon in den nächsten Monaten darüber beraten, ob es zur EM 2020 noch einmal ein Public Viewing auf dem Marktplatz gibt.

Gemeinschaftserlebnis

„WM-Übertragung und Sommernachtskino sind ein Gemeinschaftserlebnis und tragen zur Attraktivitätssteigerung der Stadt bei“, sagt Rüdiger Wockenfuß von den Grünen. Allerdings müsse geprüft werden, „ob Aufwand, Nutzen und Ertrag“ noch in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen.

Zum Zuschauer-Rückgang auf der Fan-Meile sagt Dr. Stefan Armbrecht (FDP): „Die Bürger haben ihre Erklärung abgegeben. – wenn nur noch eine kleine Minderheit dabei ist, sollte die Stadt das Geld nicht mehr ausgegeben. Es sei denn, Sponsoren tragen die Kosten für das Public-Viewing komplett.“

Auf den Prüfstand

„Wir müssen die Sinnhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit dieser Veranstaltung tatsächlich auf den Prüfstand stellen“, sagt auch stellvertrender SPD-Fraktionschef Albrecht Düsel., CDU-Chef Thomas Reuter sieht es ähnlich: „Wir müssen ernsthaft darüber sprechen, ob es zur EM 2020 noch einmal ein Public Viewing in Gifhorn gibt.“ Das Projekt gehöre angesichts rückläufiger Besucherzahlen auf den Prüfstand. „Inzwischen gibt es Alternativ-Angebote in vielen Kneipen.“

Viele private Fußballpartys

Meike Pollack von der ULG schlägt auch vor, das Event auf den Prüfstand zu stellen. „Die Veranstaltung kostet nun einmal viel Geld.“ Den Zuschauerrückgang erklärt sich die Ratsfrau so, dass viele Gifhorner inzwischen eigene Fußballpartys feiern.

„Es ist zu früh, jetzt schon ein endgültiges Fazit zu ziehen und das Ende dieser Veranstaltung zu beschließen“, findet Uwe Fiest von der AfD-Fraktion. „Wäre Deutschland weiter gekommen, wären auch die Zuschauerzahlen angestiegen.“

Von Uwe Stadtlich

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