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Prozess: Methadon-Ärztin weist Vorwürfe zurück

Medizinerin (65): „Habe alles getan, was ich tun konnte“ Prozess: Methadon-Ärztin weist Vorwürfe zurück

Am Freitag äußerte sich die Substitutions-Ärztin aus dem Landkreis Gifhorn im Landgericht Braunschweig. Ihr wird in 340 Fällen zur Last gelegt, sie habe nicht regelkonform behandelt, die Behandlung der 100 Substitutionspatienten nur lückenhaft dokumentiert und 786.000 Euro für Behandlungen erhalten, die gar nicht erbracht worden seien.

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Methadon-Ärztin sagte aus: Eine Medizinerin aus dem Kreis Gifhorn äußerte sich gestern zu den Vorwürfen gegen sie.

Quelle: Archiv

Gifhorn. Die 65-Jährige meinte, sie habe eher zu wenig als zu viel abgerechnet. „Ich durfte pro Tag nur neun Stunden abrechnen, habe aber sieben Tage die Woche und immer mehr als neun Stunden gearbeitet“, erklärte sie. Deshalb habe sie eher Posten gelöscht als welche hinzugefügt.

Zu dem Vorwurf der unzureichenden Dokumentation erklärte sie: „Ich habe immer nur Laufzettel ausgefüllt, aus denen die Mitarbeiterinnen dann die Daten in die Karteikarten übertragen mussten.“ Sie habe sich darauf verlassen, dass das ordnungsgemäß passiere. Auch habe sie sich bei der Methadon-Behandlung eines Minderjährigen darauf verlassen, dass die Kassenärztliche Vereinigung das nicht bewilligt hätte, wäre es nicht in Ordnung gewesen. „Ich habe ihn erst nach der Bewilligung substituiert.“ Staatsanwältin Anne-Kathrin Meyenburg erinnerte an die Aussage des Betroffenen, er sei bei seinem ersten Besuch in der Praxis sofort behandelt worden. Die Opiate im unverschlossenen Kühlschrank statt im Safe erklärte die Ärztin mit der Anweisung der Apotheke, sie kühl zu lagern.

Sie berichtete, sie sei am Ende sehr angespannt gewesen. Aber „ich habe das Gefühl gehabt, alles getan zu haben, was ich tun konnte“. Die Zahl der Patienten zu reduzieren, sei für sie jedoch nicht in Frage gekommen, „ich konnte die Leute nicht im Stich lassen“.

Zum Schluss des gestrigen Verhandlungstages beantragte die Staatsanwältin letztlich die Teileinstellung des Verfahrens zu etwa 60 Taten gegen das Betäubungsmittelgesetz.

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