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Prognose: 2030 herrscht Pflegenotstand

Anzahl der Pflegebedürftigen steigt Prognose: 2030 herrscht Pflegenotstand

Vor erheblichen Problemen in der Pflegeversorgung im Kreis Gifhorn hat jetzt der Sozialplaner der Kreisverwaltung, Torsten Haf, im Sozialausschuss gewarnt. In der jüngsten Sitzung stellte er die Fortschreibung des Pflegeberichtes von 2013 vor - mit Besorgnis erregenden Aussichten, gerade was die Versorgung mit Pflegepersonal angeht.

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Die Prognose ist düster: Im Landkreis Gifhorn droht fürs Jahr 2030 ein Pflegenotstand.

Quelle: Z1022 Patrick Pleul

Gifhorn. Demnach wird die Versorgungslücke 2030 wohl bei einem Bedarf von 1029 zusätzlichen Stellen liegen, sagt Haf. Was wegen der Teilzeit-Systeme etwa 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeute. „Das stellt uns vor große Probleme.“ Denn es gebe ja schon heute einen Engpass.

Die Anzahl der Pflegebedürftigen werde bis 2030 um 37,5 Prozent zunehmen, lautet Haf zufolge eine Prognose für den Landkreis Gifhorn. Das sei die größte Steigerungsrate in der Region Braunschweig. Mit Blick auf den Goslarer Steigerungs-Wert von 9,9 Prozent relativierte Dezernent Rolf Amelsberg: „Was im Landkreis Goslar längst passiert ist, holen wir jetzt nach.“

Abzulesen ist das laut Haf an der Altersstruktur der Bevölkerung. Im Jahr 2000 waren 35.090 Gifhorner 60 Jahre und älter, 5014 waren älter als 80. 2015 lagen die Werte bei 43.787 beziehungsweise 8188. Die Prognose sieht für 2030 60.304 über 60-Jährige und 11.687 über 80-Jährige voraus.

Gleichzeitig sei es schwierig, Stellen in der Pflegebranche zu besetzen. Haf machte kein Hehl aus den Ursachen: „Das Image ist nicht das beste, die Rahmenbedingungen sind nicht besonders gut.“ Bei der Bezahlung lägen die Altenpfleger 20 Prozent unter den Krankenpflegern, und in Niedersachsen gebe es die niedrigsten von den Kassen gezahlten Sätze in den alten Bundesländern.

Haf zitierte während der Ausschusssitzung auch eine weitere Studie: „Der durchschnittliche examinierte Altenpfleger bleibt fünf Jahre im Beruf, bis er dann die Segel streicht.“

rtm

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