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Gifhorn Stadt Berührendes Theaterstück über Alzheimer
Gifhorn Gifhorn Stadt Berührendes Theaterstück über Alzheimer
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15:00 02.11.2018
Rührendes Stück: Das preisgekrönte Stück Vater zog in Gifhorn die Zuschauer in den Bann. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

„Vater“: Ein berührendes Stück über einen alten Mann, der an Alzheimer erkrankt ist, fesselt am Donnerstagabend das Publikum in der Stadthalle. Florian Zeller ist der Autor dieser Tragikomödie. Das preisgekrönte Theaterstück setzt Rüdiger Hentzschel in Szene.

Erzählung aus der Perspektive des Vaters

Der Vater André, zunächst noch in seinen eigenen vier Wänden, dann bei seiner Tochter, schließlich in einem Heim, findet sich in der Welt nicht mehr zurecht. Beeindruckend und erschreckend zugleich verfolgen die Zuschauerinnen und Zuschauer, wie der demenzkranke André zum hilflosen Kind wird. Dabei geht der Autor seinen ganz eigenen Weg. Er entwickelt szenisch die Stufen der Erkrankung aus der Perspektive des Vaters.

Die Chronologie wird gesprengt. Verschiedene Schauspieler treten in der gleichen Rolle auf, um das Publikum durch die Augen des Demenzkranken blicken zu lassen. Es sieht, was der Vater wahrnimmt, muss glauben, was er glaubt. In einem kargen Bühnenbild mit ein paar wenigen weißen Möbeln erleben Gifhornerinnen und Gifhorner im Theatersaal, was es heißt, dem eigenen Verstand nicht mehr trauen zu können.

Hohe Sensibilität für das Tragische und Komische

Mit hoher Sensibilität und Sinn für die Abgründe des Tragischen wie Komischen wird die Geschichte des pensionierten Ingenieurs, der aus der Bahn seines Bewusstseins rutscht, erzählt.

Als seine Tochter Anne steht Irene Christ auf der Bühne. Beeindruckend zeigt sie eine Frau, die zwischen der Liebe zum Vater und dem Recht auf ihr eigenes Lebens steht und einen verzweifelten Kampf führt. Ernst-Wilhelm Lenk in der Titelrolle spielt diese wunderbar facettenreich.

Im schnellen Wechsel zwischen trotzigem Auftrumpfen und einigen depressiven Phasen gelingt es Lenk in eine Tiefe zu gehen, die zum Ende das Publikum in der Gifhorner Stadthalle in atemloser Stille hält.

Von Elga Eberhardt

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