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Polizeihund beißt Katze: Land muss OP-Kosten zahlen

Landgericht verhandelt Fall aus Gifhorn Polizeihund beißt Katze: Land muss OP-Kosten zahlen

Ein Polizeihund beißt den Kater einer Gifhornerin klinikreif, das Land will nur die Hälfte der Operationskosten zahlen: Da spielte jetzt das Landgericht Hildesheim nicht mit. Die 7. Zivilkammer gestand der Gifhornerin den vollen Schadenersatz zu.

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Polizeihund beißt Katze: Am Landgericht Hildesheim wurde ein Fall aus Gifhorn verhandelt - das Land Niedersachsen muss sämtliche OP-Kosten übernehmen.

Quelle: Rainer Dröse

Gifhorn. Die Ehefrau des Diensthundeführers ging mit Chuck Gassi, als es passierte: In der Nähe des Grundstücks der Klägerin witterte der Polizeihund den Familienkater Tiger, überwand die Mauer zum Grundstück und griff an, so Landgerichtssprecher Felix Mundschick. „Durch Bisse erlitt der Kater Tiger diverse Verletzungen, unter anderem eine Rippenfraktur sowie eine Öffnung der Bauchdecke mit Austritt von Darmschlingen. Mehrere Operationen in einer Kleintierklinik in Braunschweig wurden erforderlich.“ Kosten: mehr als 4000 Euro.

„Das beklagte Land zahlte nur rund die Hälfte des Betrages mit dem Argument, die Kosten seien im Hinblick auf Alter und Wert des Katers zu hoch“, sagt Mundschick. Die Zivilkammer sieht das anders und schloss sich jetzt dem in erster Instanz urteilenden Amtsgericht Gifhorn an. Es sprach den vollen Schadensersatz zu und wies die Berufung des Landes zurück. Im Fall der Verletzung eines Tieres gelte angesichts der herausgehobenen Anerkennung des Tierschutzes, dass die aus der Heilbehandlung des Tieres entstandenen Aufwendungen nicht bereits dann unverhältnismäßig seien, wenn sie dessen Wert erheblich überstiegen. Es verbiete sich eine streng wirtschaftliche Betrachtungsweise.

Die Klägerin müsse sich kein Mitverschulden entgegenhalten lassen, so Mundschick weiter. „Kater Tiger befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs nach den Feststellungen der Kammer friedlich und nichts ahnend auf seinem Grundstück und musste mit einen Übergriff durch einen vierbeinigen Bediensteten des Landes Niedersachsen nicht rechnen.“

rtm

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