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Polizei meldet mehr Unfallfluchten

Aufklärungsquote im Landkreis Gifhorn steigt Polizei meldet mehr Unfallfluchten

In Ahnsen demoliert ein Unbekannter einen Zaun, in Meine ein geparktes Auto, bei Meinersen fährt jemand den Außenspiegel des entgegenkommenden Autos ab und einfach weiter - das alles in den ersten Wochen dieses Jahres: Den Eindruck, dass immer mehr Unfallverursacher einfach abhauen, kann die Polizei bestätigen.

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Selbst kleinste Teile helfen bei der Suche nach dem Verursacher: Die Gifhorner Polizei kann viele Unfallfluchten aufklären.

Quelle: Sebastian Preuß (Archiv)

Gifhorn. Allerdings steige auch die Aufklärungsquote.

Zahlen für 2017 hat Fachkommissariatsleiter Thomas Reimann noch nicht. Für 2016 steht fest: Mit 761 Fluchten gab‘s 3,44 Prozent mehr als 2015. Es sei nicht immer Alkohol im Spiel, wenn sich Fahrer aus dem Staub machten, sagt der Unfallermittler. Es gebe auch die Furcht vor Hochstufung bei der Versicherung, und: „Man erkennt die vermeintliche Chance, Kosten zu minimieren.“

Vermeintlich deshalb, weil: „Diese Unfallfluchten haben eine relativ gute Chance, aufgeklärt zu werden.“ Die Quote habe 2016 bei 41,39 Prozent gelegen, zwei Prozent besser als im Jahr davor und besser als der Landesdurchschnitt (40,36 Prozent). „Wir sind gut aufgestellt und gut vernetzt“, sagt Reimann. Und: „Das Aussageverhalten der Zeugen ist besser geworden.“ Jeder wisse, welcher Ärger dran hänge, bleibe man auf von anderen verursachten Kosten sitzen.

Es müsse nicht immer wie neulich das Kennzeichen am Unfallort liegen bleiben, um dem Fahrer auf die Schliche zu kommen. Es reichen Bauteile: „Dann haben wir Typ und Baujahr und vielleicht auch Farbe des Wagens.“ Dann komme das Kraftfahrtbundesamt ins Spiel, vielleicht gebe es noch das von einem Zeugen genannte Fragment eines Kennzeichens. Und die Ermittler gingen auf die Fährte. „Da hängen wir uns richtig rein“, denkt Reimann an den Ärger, den die Opfer zumeist haben.

„,Das habe ich gar nicht gemerkt‘ nimmt einem kein Richter ab“, warnt Reimann vor Ausreden. Die könnten schnell zur Vortäuschung von Straftaten werden, wenn man behaupte, der Wagen sei gestohlen worden. „Da warne ich Neugierige“, rät Reimann von vornherein zu Ehrlichkeit. Auch sonst werde eine Unfallflucht teuer genug: „Je nach Höhe des Schadens ist der Führerschein mindestens neun Monate weg.“ 30 Tagessätze gibt‘s auch. Und: „Flucht ist Vorsatz, da haut einen keine Versicherung raus.“

rtm

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