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Polizei-Neubau: Gibt’s bald Neues über den historischen Knickwall?

Gifhorn Polizei-Neubau: Gibt’s bald Neues über den historischen Knickwall?

Gifhorn. Der Erweiterungsbau des Polizeigebäudes könnte neue Erkenntnisse über die mittelalterliche Wallanlage der Stadt Gifhorn bringen.

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Hofft auf interessante Spuren: Der Bau des Polizeigebäudes könnte Archäologie-Fachmann Heinz Gabriel neue Erkenntnisse über den Knickwall liefern, der bereits auf einem Stadtplan von 1699 eingezeichnet ist.

Quelle: Photowerk (cc)

Wenn demnächst vorbereitenden Arbeiten für das 6,3-Millionen-Euro-Projekt starten und der Abriss des alten Garagentraktes beginnt, ist auch die Kreisarchäologie mit im Boot. „Den Verlauf der früheren Befestigungsanlage Knickwall haben wir bis zum Hinterhof des Gifhorner Kino-Centers dokumentiert“, erläutert Heinz Gabriel, ehrenamtlicher Beauftragter der Kreisarchäologie.

„Die frühere Wallanlage verlief jedoch auch auf der anderen Uferseite - dort wo sich jetzt das Polizei-Grundstück befindet“, so der Experte. „Wenn für das Fundament gebuddelt wird, könnten interessante Spuren ans Tageslicht kommen“, hofft Gabriel.

Da ein Teil des Grundstücks bereits überbaut worden sei, würden sich die Nachforschungen eher auf unbebaute Zwischenflächen am Aller-Ufer konzentrieren. „Eine separate Grabung wird es darum nicht geben“, erklärt der Beauftragte der Kreisarchäologie. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten habe Gifhorn im Mittelalter keine Stadtmauer gehabt. „Es gab zum Schutz das natürliche Flussdelta und einen aufgeschütteten Erdwall“, so Gabriel.

Die Bezeichnung Knickwall leite sich vom „Umknicken“ der Triebe einer Dornenhecke ab, die sich auf der Wallkrone befunden habe. „So entstand eine schwer überwindbare und dichte Hecke“, so Gabriel. Die Wallanlage ist auf Gifhorns ältestem Stadtplan von 1699 zu sehen.

Der Wall, an der Torstraße beginnend, verlief etwa parallel zum heutigen Steinweg, der in Höhe der Aller-Zeitung gequert wurde. „Weiterführend parallel zur Bodemannstraße endete der Wall dann im Bereich der AOK am Schleusendamm“, so Gabriel.

Bei Bauarbeiten im Knickwall wurden Teile der Wallanlage in den Jahren 2005, 2011 und 2013 nachgewiesen (AZ berichtete).

ust

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