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Pleite: B-4-Brückenbau soll weiter gehen

Gifhorn Pleite: B-4-Brückenbau soll weiter gehen

Gifhorn. Hoffnung für von Stau und Umleitungsverkehr geplagte Gifhorner: Trotz Insolvenz will die Baufirma Betam, die auch die B-4-Brücke in Gifhorn baut, ihre Aufträge erfüllen. Das teilte Insolvenzverwalter Rolf Weidmann auf AZ-Anfrage mit.

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Ganz Gifhorn bangt um den Fortgang der Bauarbeiten: Laut Insolvenzverwalter will das Unternehmen seinen Auftrag erfüllen.

Quelle: Photowerk (cc)

„Wir werden uns nun zügig darum kümmern, das Insolvenzgeld vorzufinanzieren, damit die Mitarbeiter die ihnen zustehenden Löhne und Gehälter bis zunächst Ende August erhalten“, so Weidmann in einer Presseerklärung. „Das Unternehmen ist willens, bestehende Aufträge reibungslos zu erfüllen.“ Das könne aber nur klappen, wenn auch die Auftraggeber mitspielten, so Weidmann.

Gerade öffentliche Auftraggeber sollten ihre Aufträge bei Betam lassen und ihren Beitrag zur Sanierung des Unternehmens leisten. Im AZ-Gespräch hatte Bernd Mühlnickel von der Landesbehörde in Wolfenbüttel gesagt, am liebsten mit der bisherigen Mannschaft weiter zu arbeiten.

Im Dezember soll nach urspünglichen Planungen die erste Hälfte der Doppelbrücke befahrbar und damit die Vollsperrung beendet sein. Laut Mühlnickel klappt das, wenn bald mit den Arbeiten fortgefahren wird.

Anwohner in Sorge

Baustopp an der B-4-Brücke in Gifhorn: Anlieger der Umleitungsstrecken in Gifhorn befürchten wegen der Baufirmen-Pleite (AZ berichtete), dass sich die Arbeiten und damit die Vollsperrung und Umleitung verzögern werden. Der Unmut ist groß.

„Für die Kinder ist es eine Zumutung“, sagt Rektorin Dörte Gollin, deren Gebrüder-Grimm-Grundschüler morgens und nachmittags durch den Umleitungsverkehr, der immer wieder auch die Fußgängerampel zustelle, zu den Haltestellen müssen. Ganz abgesehen von den stauüblichen Verspätungen bei Lehrern und Schülern. Auch die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule liegt an der Umleitungsroute. Aus Sicht von Rektorin Ruth Schmolke würde eine Verzögerung noch länger noch mehr Autos und Lastwagen bedeuten, deren Fahrer sich nicht an Tempo 30 halten. „Es grenzt an ein Wunder, dass noch nichts passiert ist.“ Eine 55-jährige Anwohnerin der Rotstraße fordert, dass in anderer Sicht endlich etwas passiert. Die Verantwortlichen müssten dafür sorgen, dass der Schwerverkehr von der Allerstraße verschwinde. „Der hat da nichts zu suchen.“ Vor allem nicht um 4 Uhr morgens. Sie verlangt Kontrollen, die es bislang nicht gebe. „Ich habe mich sowieso darauf eingestellt, dass das länger dauert“, sagt Allerstraßen-Anwohnerin Charlotte Juknewitschius. „Es überrascht mich nicht, dass was schief geht.“ Kinder per Rad zu Kita und Schule bringen, Lärm und Gestank ertragen, nach dem Lüften mehr Ruß von den Fliesen wischen: Für ihre Familie bald kein Thema mehr, denn sie zieht demnächst um.

rtm

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