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Pflegedienst und Fragestunde: Landesvater zu Gast

Gifhorn Pflegedienst und Fragestunde: Landesvater zu Gast

Hoher Politbesuch in der Stadthalle und im Christinenstift: Niedersachsens Ministerpräsident machte gestern im Rahmen seiner Bürgerforum-Veranstaltungsreihe „Stephan Weil - Arbeit und Dialog“ in Gifhorn Station. Am Nachmittag arbeitete er als Altenpfleger, am Abend stand er 150 Bürgern Rede und Antwort.

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Bürgerforum: In der Stadthalle stellte sich Niedersachsens Ministerpräsident für eineinhalb Stunden den Fragen interessierter Gifhorner. Zuvor hatte Stephan Weil kurz als Altenpfleger im Christinenstift mitgeholfen.

Quelle: Sebastian Preuß

Der drohende Abbau von 680 Stellen bei Conti-Teves in Gifhorn: Gemeinsam mit Betriebsräten forderte IGMetall-Bevollmächtigter Lothar Ewald den Ministerpräsidenten auf, seinen Einfluss geltend zu machen, um Arbeits- und Ausbildungsplätze zu retten. Weil berichtete, dass er bereits ein Gespräch mit Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender der Conti AG, geführt haben. „Wir werden uns alle Mühe geben, dass es nicht soweit kommt“, versicherte der Landesvater vor laufenden TV-Kameras.

Mehr Geld für Flüchtlinge vom Bund: Weil reagierte mit dieser Forderung auf zahlreiche Fragen aus dem Publikum, in denen deutlich wurde, dass die Kommunen mit der Aufnahme von Asylbewerbern finanziell zu stark belastet werden. 10.000 Euro pro Flüchtling im Jahr: 77 Prozent trage das Land, 18 Prozent steuerten die Kommunen bei, nur fünf Prozent komme vom Bund, nannte Weil die aktuellen Zahlen.

„Ich kenne Sie aus dem Fernsehen“, begrüßte bereits am Nachmittag Christinenstift-Bewohnerin Lisa Ratzmann (90) den Ministerpräsidenten. Mit Ilse Rendchen (83) hatte Weil zuvor ein Lied gesungen („Alle Vögel sind schon da“) und sich die Funktion eines Lifters erklären lassen. „Das ist eine schwierige und verantwortungsvolle Arbeit, die besser bezahlt werden muss“, stellte der Landesvater nach seinem Pflege-Einsatz fest.

ust

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