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Gifhorn Stadt Peter Bause und Hellena Büttner überzeugen
Gifhorn Gifhorn Stadt Peter Bause und Hellena Büttner überzeugen
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22:00 05.03.2017
„Jeder stirbt für sich allein“: Das Stück mit Peter Bause und Hellena Büttner als Ehepaar Otto und Anna Quangel überzeugte und erschütterte das Publikum gleichermaßen. Quelle: Lea Rebuschat
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Gifhorn

Der gleichnamige Roman von Hans Fallada diente Volkmar Kamm als Vorlage für ein atmosphärisch sehr dichtes Stück in beklemmender Dramaturgie über den Widerstand gegen die Nazis im Dritten Reich. Vor allem die Hauptdarsteller Peter Bause und Hellena Büttner als Ehepaar Otto und Anna Quangel überzeugen mit ihrer eindringlichen Charakterisierung zweier Menschen, die einerseits resignierend unauffällig bleiben wollen. Andererseits rüttelt der Kriegstod des einzigen Sohnes sie auf, gegen ein System zu rebellieren, das sich von jeder Menschlichkeit abgewendet hat.

Düster ist bereits das Bühnenbild mit einem riesigen Hakenkreuz, das entweder als nüchterne Wohnung, dunkle Straßenszene oder einschüchternder Gerichtssaal fungiert.

Sehr leise war es im Publikum, das den Weg der Quangels durch einen Dschungel von Demütigung, Denunziation und blanker Willkür vom Nachbarn bis zur Gestapo mit zunehmender Erschütterung verfolgte. Trotz drohender Hinrichtung wachsen Quangels immer mehr über sich hinaus und schreiben Postkarten gegen das Regime: „Ich würde es wieder tun.“ Immer wieder würden sie dagegen ankämpfen, dass ihnen die Würde genommen wird, der Respekt vor sich selbst. Selbstmord, um dem Henker zu entgehen? „Das nehmen wir denen nicht ab!“

Das Stück arbeitet mit vielen Gegensätzen: die Lebensfreude einer jungen Braut gegenüber der Verzweiflung der jüdischen Nachbarin; das Menschliche eines mitfühlenden Staatsangestellten gegenüber der höhnischen Unmenschlichkeit des Gerichts.

Erstarrung folgte der letzten Szene, bis das Publikum den grandiosen Schauspielern applaudierte.

sdo

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