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Gifhorn Stadt Paukenschlag: Wird der Glockenpalast abgerissen?
Gifhorn Gifhorn Stadt Paukenschlag: Wird der Glockenpalast abgerissen?
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18:01 23.03.2018
Konzept nicht verwirklicht: Wird der Glockenpalast nun abgerissen? Quelle: dpa
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Gifhorn

Ursprünglich sollte das Gebäude, dessen Grundstein 1996 Michail Gorbatschow legte, als Kulturinstitut „Die Brücke“ ein Treffpunkt von Kunsthandwerkern aus West- und Ost werden. Aber dieses Ansinnen hat sich nie umsetzen lassen. Wrobel schreibt diesen Misserfolg Stadt und Landkreis zu. „Die Ideen und Visionen, die mit diesem Projekt zusammenhingen, haben sich wegen fehlender Unterstützung durch Stadt und Landkreis Gifhorn nicht verwirklichen lassen“, heißt es in einem Schreiben Wrobels an Bürgermeister Matthias Nerlich. „So sehe ich mich gezwungen, mich von diesem Bauwerk zu trennen“, so Wrobel. „Auch von der großartigen Idee eines Kunsthandwerker-Instituts unter Schirmherrschaft des Friedensnobelpreisträgers Michail Gorbatschow muss ich mich verabschieden.“ Das Institut sollte gleichzeitig ein Zentrum der Völkerverständigung zwischen Ost- und Westeuropa sowie eine Stätte zur Erinnerung an die friedliche Wiedervereinigung Deutschlands bilden. „Somit muss das Bauwerk wohl einer anderen Nutzung zugeführt werden“, schreibt Wrobel dem Bürgermeister. Doch welche das sein könnte, ließ er auch auf AZ-Anfrage offen.

„Der Glocken-Palast war eine private Initiative von Horst Wrobel“, erklärte Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich auf AZ-Anfrage. „Es tut mir leid, wenn sich seine Vorstellungen nicht verwirklichen lassen“, so der Bürgermeister. Und: „Der Fehler liegt nach meinem Kenntnisstand darin, dass zu Beginn keine Abstimmung mit der Stadt über Umsetzung und Inhalte erfolgte.“

Von Frank Reddel

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