Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Ostermarsch: „Wir wollen nach den Rechten sehen“
Gifhorn Gifhorn Stadt Ostermarsch: „Wir wollen nach den Rechten sehen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:00 21.04.2014
„Wir wollen nach den Rechten sehen“: Mitglieder des Bündnisses „Bunt statt Braun“ veranstalteten am Sonnabend in Gifhorn den traditionellen Ostermarsch. Quelle: Michael Franke
Anzeige

Die Kundgebung in der Fußgängerzone begann und endete mit Songs des Rappers MC Nuri. Er sang von Krieg und Gefangenschaft. „Wenn du gefangen bist in diesem Asylantenheim, wünschst du dir, ein freier Mensch zu sein“, lautete einer seiner Refrains. In Russland geboren, lebte Nuri zehn Jahre im Flüchtlingswohnheim in Meinersen. „Jetzt habe ich eine Aufenthaltserlaubnis und wohne in Gifhorn“, so der Musiker. „Rassismus ist in Deutschland weit verbreitet“, so Marion Köllner, Sprecherin des Bündnisses „Bunt statt Braun“. Vorurteile und Ignoranz gebe es auch in Gifhorn, betonte sie.

„Wir hoffen, dass wir mit unserer politischen Botschaft viele Menschen dieser Stadt motivieren, sich zu einer Kultur der Gastfreundschaft in Gifhorn zu bekennen und denen die Stirn zu bieten, die braunes Gedankengut verbreiten“, so Martin Wrasmann, ebenfalls Bündnis-Sprecher.

Im Anschluss bewegte sich der Ostermarsch durch die Fußgängerzone, passierte den Schillerplatz und zog durch die Hindenburgstraße. „Rund 150 Leute nahmen daran teil“, so Detlef Böntgen, Einsatzleiter der Polizei. Die Beamten hatten schon im Vorfeld dafür gesorgt, dass es keinerlei Zusammenstöße zwischen rechten und linken Gruppen gab. Etwa 30 Leute rechter Gruppierungen „erhielten von uns einen Platzverweis, wir haben sie aus Gifhorn heraus begleitet“, so der Hauptkommissar.

Wrasmann bezeichnete den Ostermarsch als „Konzentration unserer Sehübung“. Er versicherte dazu: „Wir werden das ganze Jahr über nach den Rechten sehen.“

hik

Anzeige