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Gifhorn Stadt Osterfeuer locken trotz der Kälte viele Gäste an
Gifhorn Gifhorn Stadt Osterfeuer locken trotz der Kälte viele Gäste an
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19:47 02.04.2018
Osterfeuer in Wilsche: Dicht am Feuer war es kuschelig war – trotz der winterlichen Temperaturen. Quelle: Janina Jung
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Kreis Gifhorn

 Aber die meisten setzten auf wetterfeste Besucher – und so kamen sowohl am Samstag als auch am Sonntag Hunderte Besucher zu den vielen Osterfeuern im Landkreis.

Temperaturen um den Gefrierpunkt, ein Gemisch aus Schnee und Regen – ein paar Veranstalter sagten am Karsamstag das Osterfeuer ab oder verschoben es. Aber die meisten setzten auf wetterfeste Besucher und behielten Recht: Hunderte kamen überall im Landkreis zu den Osterfeuern. Wer von vornherein sein Feuer für Sonntag geplant hatte, hatte eindeutig bessere Karten: Es war kalt, aber trocken.

Als „,kleines Osterfeuer“ hatte Nektarios Moutas es angekündigt, „weil in Gifhorn heute sonst nichts los ist, und da dachte ich, ich probiere es mal“, so der Wirt des SV-Heims. Ihm sei es wichtig, „an diesem Fest einen Ort anzubieten, wo man sich treffen kann“. Das fanden Ute und Hartmut Gust, Christine und Thomas Treptow, Elke Langhorst und Wolfgang Rodewald eine gute Idee: „Die haben sich hier Mühe gegeben, das muss man auch honorieren“, freuten sie sich über die Feuerkörbe, Gegrilltes, Getränke und Fußball-Übertragung.

Temperaturen um den Gefrierpunkt – gemütlich geht anders, einige Veranstalter sagten das Osterfeuer ab oder verschoben es. Dennoch kamen überall im Landkreis die Menschen an zahlreichen Osterfeuern zusammen, nutzten die Gelegenheit zum Plausch.

Dalldorf

Am Feuerwehrhaus in Dalldorf startete ein Fackelumzug der Kinder, begleitet von einem Feuerwehrwagen mit Blaulicht. „Wir treffen uns jedes Jahr hier, ziehen mit den Fackeln durch das Dorf, und die Kinder dürfen im Anschluss das Osterfeuer anzünden“ berichtete Ortsbrandmeister Jörn Kopmann. Um Getränke und Bratwurst kümmerte sich der Förderverein der Feuerwehr.

Meine

In Meine wurde der Fackelumzug sogar von einer Musikkapelle begleitet. Trotz der Kälte war die Atmosphäre am Feuer feierlich und viele Besucher kamen zusammen, um sich mit Stockbrot und Getränken am Feuer zu wärmen. Auch Torsten Gerber stand mit seiner Familie auf dem nassen Gras. „Wir sind heute zum ersten Mal hier und positiv überrascht, was die Feuerwehr alles auf die Beine gestellt hat.“ Den Tag über wurde noch fleißig Holz angeliefert, und Ortsbrandmeister Lutz Richter lobte die gute Zusammenarbeit mit dem TSV, der die Sanitärbereiche für die Gäste zur Verfügung stellte.

Wilsche

In Wilsche startete das Osterfeuer mit Schwierigkeiten. Trotz Fackeln fingen die teils sehr nassen Äste kaum Feuer. Dann wurde der Gasbrenner ausgepackt, die Flammen fingen an zu lodern, und die Besucher konnten sich bei Bier und Bratwurst vergnügen. Organisiert wurde das Ganze von der Siedlergemeinschaft Wilsche unter der Leitung von Heike Weichert. „Heute Morgen beim Aufbauen der Buden standen wir noch im Schneeregen hier und hätten gar nicht damit gerechnet, dass doch so viele Besucher vorbeischauen“, freute sie sich. Als Besonderheit gab es dieses Jahr einen Osterhasen, der beim Fackelumzug gefärbte Ostereier an die Kinder verteilte.

Neudorf-Platendorf

„Ob wohl überhaupt jemand kommt?“, hatte sich Neudorf-Platendorfs Feuerwehr noch am Samstagnachmittag mit Blick auf den Schnee und den matschigen Boden gefragt. Aber die Dorfbewohner ließen ihre Wehr nicht im Stich, bis zu 200 Leute waren auf dem Platz: Familien, Fußballer, Paare, Freundes-Gruppen. Am Kinderfeuer durften die Kleinen Stockbrot backen.

Rühen

Die Rühener Wehr bereitete sich auf frierende Besucher vor und bot Glühwein an. Und sie schaffte es trotz des Dauerregens, das Feuer in Gang zu setzen, so dass sich am späten Samstag dennoch eine recht beindruckende Kulisse vor den Toren Rühens bot. Nicht nur die Brandschützer um Ortsbrandmeister Jens Hohnke sowie die Nachwuchsbrandschützer um Jugendwartin Tina Schlüter, sondern zur Freude der Ausrichter auch eine Vielzahl von Besuchern aller Altersgruppen trotzten am wärmenden Feuer dem winterlichen Wetter. „Hoffentlich wird der Winter jetzt endgültig vertrieben, um den Frühling Platz zu machen“, lautete der Wunsch.

Osloß

„Wir vertreiben ja heute erst mit dem Osterfeuer den Winter“, sah der Osloßer Ortsbrandmeister Dominik Hoffmann die Sache locker. Mit Rindenmulch hatte die Wehr den Platz stellenweise befestigt, die Kinder hatten ihren Spaß an den Pfützen. „Wir haben alle eingebunden“, stellte Pressewart Torben Niehs fest: Die Kinderwehr buk Stockbrot, die Jugendwehr bereitete Pommes zu und entzündete mit Heu und viel Einsatz das Feuer, die Altersgruppe stand am Grill, die 1. Gruppe im Getränkewagen. Stefanie und Pascal Hagedorn sowie Mathias Urbatsch ließen sich vom Wetter nicht abhalten. „Die erste Bratwurst des Jahres“, freute sich Stefanie Hagedorn. „Lecker.“ Und bei einem Bierchen nett zu plauschen, da störten auch die Winterjacken nicht.

Isenbüttel

In die Hände spielte Isenbüttels Landjugend und Grußendorfs Feuerwehr das kühle, aber trockene Wetter. „Das ist ideal fürs Osterfeuer“, sagte Ortsbrandmeister Lange. Und da am Samstag Schneeregen so manchen vom Besuch eines Osterfeuers in den Nachbarorten abgehalten hatte, fiel der Zulauf hier wie dort noch ein bisschen größer aus als sonst.

Grußendorf

„Wir haben mit unserem Feuer diesmal alles richtig gemacht“, freute sich Lange. Klar, so nass wie das aufgeschichtete Strauchwerk war, ließ es sich nicht leicht entzünden. Da brauchte es eine extra Ladung Stroh als Zunder. Aber sobald es brannte, scharten sich große und kleine Gäste rund herum. Sie genossen kühle Getränke mit und ohne Alkohol, plauderten angeregt miteinander. „Und für Pommes stehen sie wie immer Schlange. Um die 60 Kilo verkaufen wir meistens“, erzählte Lange. Für beide Orte war das Osterfeuer das erste richtig große Event des neuen Jahres.

Groß Oesingen

In Groß Oesingen hatte die Jugendfeuerwehr von Karfreitag an den riesigen Haufen an Brennmaterial bewacht. „Obwohl es so kalt war, haben die zwölf Kinder und acht Betreuer ausgehalten“, berichtete Ortsbrandmeister Olaf Seidel. „Vor zwei Jahren sind sie dann doch ins Gerätehaus umgezogen.“ Dass sich das Feuer am Ostersonntag bewährt hat, bestätigte ihm der Blick in den Himmel: „Wir hatten sonntags schon immer mehr Glück mit dem Wetter.“ Extra-Angebote für die Kinder? „Die haben ihren Spaß auf dem Rodelberg“, verwies er auf den Nachwuchs, der sich in wetterfesten, möglichst abwaschbaren Klamotten den matschigen Hand hinunter rollte.

Von Janina Jung, Peter Zur, Ron Niebuhr und Christina Rudert

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