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Gifhorn Stadt Oma zeigt Enkel an und erkennt ihn vor Gericht nicht
Gifhorn Gifhorn Stadt Oma zeigt Enkel an und erkennt ihn vor Gericht nicht
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06:00 05.12.2018
Kurioser Fall vor Gericht: Ein Rüpel-Enkel soll seine Oma misshandelt haben, doch die erkennt ihn gar nicht. Quelle: Archiv
Gifhorn

Denn er hat gleich von Anfang an seine helle Freude mit der schnoddrigen, flegelhaften Art des Angeklagten. Der junge Mann wundert sich, warum er beim Antworten die Hand vor dem Mund nehmen sollte. „Ich stelle hier die Spielregeln“, erklärt ihm der Richter. Dazu der Angeklagte: „Ja, machen Sie mal.“ Die erste Frage, die ihm auf das Verlesen der Anklage durch den Staatsanwalt einfällt, ist die nach seinen Fahrtkosten. Erst danach äußert er sich zu den Vorwürfen, er habe seine Oma misshandelt.

„Da kamen irgendwelche komischen Töne von meiner Oma. Da wurde ich auch etwas lauter.“ Aber Handgreiflichkeiten habe es nicht gegeben. Deshalb hat er gegen den ursprünglich verhängten Strafbefehl mit 50 Tagessätzen zu jeweils zehn Euro Einspruch eingelegt.

Dass er damit durchgekommen ist, hat er wohl der offensichtlichen Verwirrung seiner Großmutter zu verdanken. Als der Strafrichter die 77-Jährige belehrt, dass sie als Angehörige nicht aussagen muss, bestreitet sie, dass der Angeklagte ihr Enkel sei. Auf Nachfrage bestätigt eine weitere Zeugin dem Richter, dass sie die Tochter der Geschädigten und die Mutter des Angeklagten sei. Somit kann der Strafrichter die Verwandtschaftsverhältnisse klären. Er stellt das Verfahren ein, nachdem die Großmutter von ihrem Aussageverweigerungsrecht als Angehörige des Angeklagten Gebrauch macht – obwohl sie damals Strafanzeige gestellt hatte.

Von Dirk Reitmeister

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