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Gifhorn Stadt Oker-Hochwasser: Was kommt aus Braunschweig auf den Landkreis Gifhorn zu?
Gifhorn Gifhorn Stadt Oker-Hochwasser: Was kommt aus Braunschweig auf den Landkreis Gifhorn zu?
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20:00 28.07.2017
Nichts geht mehr: Die Straße bei Volkse ist wegen des Hochwassers gesperrt. Quelle: Lea Rebuschat
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Kreis Gifhorn

Freitagvormittag am Bauhof in Meinersen. Neun Mitglieder der Ortswehr füllen Sand in Säcke. „Das ist eine vorbereitende Maßnahme, keine akute“, sagt stellvertretender Ortsbrandmeister André Gröbe. Rund 250 Sandsäcke wolle man für die Bevölkerung für alle Fälle vorrätig haben. Immerhin habe die Oker am Morgen bei 5,01 Meter gelegen. Beim Hochwasser 2002 war es ein Pegel von 5,57 Metern, 2013 waren es 5,39 Meter. Die Meinerser wollen gewappnet sein.

Vorsorge in Meinersen: Neun Feuerwehrleute füllten am Freitagvormittag rund 250 Sandsäcke – für alle Fälle. Quelle: Lea Rebuschat

„Die aktuelle Lage lässt sich schwer mit den Hochwassern der vergangenen Jahr vergleichen“, sagt Gemeindebrandmeister Sven J. Mayer. In den vergangenen Tagen seien die Wehre stark geöffnet worden, so dass viel Wasser bereits abgelaufen sei. „Bisher dauerte es immer nur wenige Stunden, bis nach einer Pegelüberschreitung bei Groß Schwülper auch in unserem Bereich die Oker über die Ufer ging.“ Diesmal reagierten die Pegel in Meinersen auch nach Tagen kaum.

„Wir haben einige Maßnahmen ergriffen“, sagt Papenteichs Gemeindebrandmeister Peter Chlebik. Dazu gehören Sand, Säcke sowie bereits gefüllte Sandsäcke, die an der Okerhalle in Groß Schwülper und am Feuerwehrhaus Rothemühle bereit gestellt wurden. Darunter auch welche aus Isenbüttel, die die Papenteicher abgeholt haben. Chlebik bleibt gelassen. „Wir warten ab und beobachten.“ Der Pegel Groß Schwülper pendelte sich gestern bei 5,24 Meter ein, mit gleich bleibendem Trend. Kreisfeuerwehrsprecher Tobias Nadjib: „In allen Bereichen des Landkreises werden die Entwicklungen an den Flüssen und Gewässern genau beobachtet.“

Bis auf je einen vollgelaufenen Keller in Weyhausen und in Gifhorn sowie einen Wassereintritt in die Westerbecker Apotheke verzeichnete der Landkreis keine hochwasserbedingten Einsätze mehr. In der Nacht zum Freitag waren Gifhorner Feuerwehrleute zur Verstärkung in Wolfenbüttel. Vereinzelte Feuerwehreinsätze am Wochenende können nicht ausgeschlossen werden, so Landrat Dr. Andreas Ebel. „Da sich die Wetterlage jedoch insgesamt beruhigt hat, ist derzeit im Landkreis Gifhorn nicht mit größeren Einsatzlagen zu rechnen.“

Immerhin ist seit gestern Morgen die Kreisstraße bei Volkse gesperrt, weil auf 50 Metern überflutet.

Oker-Hochwasser: Seit Freitagmorgen ist die Kreisstraße bei Volks auf rund 50 Metern überflutet. Quelle: Lea Rebuschat

Noch etwas weiter okeraufwärts ist der Didderser Sportplatz abgesoffen. SSV-Jugendtrainer Sirko Dahlmann tritt mit seiner B-Jugend gegen den VfL an – in Wolfsburg. „Ich hätte gern auf unserem Platz gespielt“, sagt er Achsel zuckend mit Blick auf die Seenlandschaft, in der auch der Spielplatz steht.

Spielplatz und Sportplatz unter Wasser: Didderses Fußballer müssen auf Wasserball oder eine andere Spielstätte ausweichen Quelle: Lea Rebuschat

„Heute bräuchten sie Schnorchel und Taucherbrille“, sagt Janin Borchers aus Rötgesbüttel, deren Sohn Valentin (12) bei der C-Jugend der Jugendspielgemeinschaft Südkreis in Didderse trainiert. „Die können ihr Training zum Glück nach Vordorf verlagern.“

Von Dirk Reitmeister

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