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Offene Sonntage: Vier im Jahr reichen aus

Gifhorner gegen Freigabe Offene Sonntage: Vier im Jahr reichen aus

Die Industrie- und Handelskammer Niedersachsen fordert eine Ausweitung der Sonntagsöffnungszeiten. Das ruft nicht nur Widerspruch der Gewerkschaften, sondern auch der Gifhorner Kirchen hervor. Indessen winkt die City-Gemeinschaft Gifhorn in Sachen Ausweitung ab.

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Verkaufsoffene Sonntage: In Gifhorn wird es wohl bei vier pro Jahr bleiben, auch wenn Handelsverbände mehr möchten.

Quelle: Archiv

Gifhorn. Die Bestrebungen des Handels, auch an Sonntagen häufiger verkaufen zu dürfen, sieht CGG-Chef Fritz Becker als „sicherlich nicht unberechtigt“ an. „Der Onlinehandel schläft nie.“ Aber: „Aus unserer Sicht langen vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr.“ Das sagt auch Udo von Ey vom Kaufhaus Schütte. „Vier Sonntage sind gut, die können wir gut bespielen, das wird gut frequentiert.“ Für eine Kleinstadt sei es eine Leistung, vier verkaufsoffene Sonntage zu organisieren. Eine Großstadt habe sicher andere Bedürfnisse, so Becker.

„Der Gesetzgeber sollte mal klare Kante zeigen: Was will er, was dürfen wir?“, verweist Becker auf eine bislang unklare Rechtslage, seitdem das Verwaltungsgericht Hannover die bestehende Regelung als zu unpräzise kritisiert hat. Die Gewerkschaft Verdi will auch eine Präzisierung – allerdings hin in Richtung Begrenzung.

Da sieht sie sich im Schulterschluss mit den Kirchen in Gifhorn. Martin Wrasmann wäre es am liebsten, gäbe es gar keine verkaufsoffenen Sonntage – vielleicht mit Ausnahmen anlässlich von Stadtfesten. „Es geht uns um die Frage eines gesamtgesellschaftlichen Bildes“, sagt der Pastoralreferent der katholischen Kirchengemeinde St. Altfrid. „Wir haben ein derart hohes Maß an Kommerzialisierung unserer Gesellschaft. Es braucht einfach mal einen Ruhetag.“ Und: „Die Verkäuferinnen haben die Faxen dicke.“

Auch Superintendentin Sylvia Pfannschmidt denkt an die Beschäftigten. Sie wünscht ihnen „Zeit für die Familie und mal in die Natur zu gehen“. „Ich finde sowieso, dass diese Region sehr quirlig ist.“ Da sei der Sonntag wichtig, um mal runter zu kommen. „Das Event Einkaufen ist mal ganz schön, aber kann auch nicht alles im Leben sein.“

Von Dirk Reitmeister

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