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Össelkämpe: Patt im Bauausschuss

Rötgesbüttel Össelkämpe: Patt im Bauausschuss

Rötgesbüttel. Mehr Autos, mehr Stau, mehr Ärger: Über die Verkehrsanbindung für das Baugebiet Össelkämpe führten Rötgesbütteler Bürger und die Mitglieder des Bauausschusses eine emotionale Debatte.

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Bauausschuss Rötgesbüttel: Anwohner machten ihrem Ärger über die geplante Verkehrsanbindung des Baugebiets Össelkämpe Luft.

Quelle: Photowerk (co)

50 Unterschriften haben Anlieger der Straße Masch gesammelt und einer Stellungnahme beigefügt. So rechnet Bernd Roscher durch das neue Baugebiet mit zu 300 Autos mehr, die an einer Kreuzung ohne Ampel auf die B 4 fahren wollen. „Das ist schon jetzt ein Problem“, warnte Roscher vor einer Unfallgefahr. Die Liste der Kritikpunkte der Bürger ist lang: Die Masch als einzige Zufahrt, fehlende Stellungnahmen von Behörden, zunehmender Verkehr auf der B 4 und langes Warten auf die Umgehungsstraße.

Die Gemeinde argumentiert, dass die Masch als Anbindung genüge. Die Straße sei breit genug und die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr habe in ihrer Stellungnahme nur auf fehlende Zuschüsse für Lärmschutz verwiesen. „Wir sind mit der Planung im rechtssicheren Raum“, sagte Vorsitzender Hermann Schölkmann (W.i.R.).

Bürgermeister Stefan Konrad betonte, die Gemeinde versuche seit 2010, Bauland zu entwickeln. „Das ist eine zwingende Notwendigkeit.“ Bevölkerungszuwachs sei die einzige Möglichkeit, Infrastruktur wie Schulen und Krippen auf Dauer zu erhalten und Steuern einzunehmen. „Es geht auch um Abwägung öffentlicher und privater Belange. Das ist sträflich vernachlässigt worden“, entgegnete Roscher.

Das Ende vom Lied: Schölkmann und Oliver Schacht (W.i.R.) stimmten mit Nein, Mike Losekamm und Bürgermeister Stefan Konrad (beide SPD) mit Ja. Ein Patt, also keine Empfehlung des Bauausschusses für den B-Plan. Nun ist der Gemeinderat am Zug.

Einbahnstraße als Lösung?

In einer früheren Variante war eine Einbahnstraße durch die Össelkämpe vorgesehen: Über die Masch sollte der Verkehr zum Baugebiet und über den Lehmweg wieder zur B 4 fließen. Doch dafür fehlt Land. „Die Fläche ist als Ausgleichsfläche vorgesehen und müsste umgewidmet werden“, so Hermann Schölkmann.

Die Planung hätte verschoben werden müssen. Für Bernd Roscher ein Unding, auch weil der Eigentümer der Fläche nicht verkaufen wolle. „Ich kann doch keine Fläche beplanen, die mir nicht gehört.“ Roscher vermutet, dass die Einbahnstraßen-Lösung dem Investor IDB schlicht zu teuer sei. „Es ist noch gar nicht bekannt, wie teuer das wird“, meinte Bürgermeister Stefan Konrad.

Eine Bodenuntersuchung stehe noch aus. „Die Gemeinde will diesen Weg, aber wir mussten die Planung vom B-Plan abkoppeln, sonst hätten wir noch ein Jahr warten müssen.“

co

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