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Gifhorn Stadt Nutria, Marder und Co. geht es an den Kragen
Gifhorn Gifhorn Stadt Nutria, Marder und Co. geht es an den Kragen
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14:00 12.10.2018
Sorgen für Verdruss: Nutria sollen nun verstärkt bekämpft werden. Quelle: Archiv
Landkreis Gifhorn

Je Tierart sind 5000 Euro Schwanzprämie vorgesehen, hinzu kommen 7000 Euro für Fallen. CDU-Chefin Telse Dirksmeyer-Vielhauer erläuterte am Freitag den Antrag.

Invasive Tierarten breiten sich schnell aus

Die Ausbreitung dieser so genannten „invasiven Tierarten“ nehme erschreckend schnell zu, erklärte die Vorsitzende der CDU-Fraktion. Der gesamte Landkreis sei betroffen, eine Bejagung müsse in allen Mitgliedsgemeinden stattfinden, um die weitere Ausbreitung dieser Tierarten zu verhindern. Insbesondere Wasserläufe müssten vor den Nutrias geschützt werden, damit die Entwässerung weiterhin gewährleistet sei.

Bisherige Maßnahmen reichen nicht aus

„Alle bisher getroffenen Maßnahmen reichen noch nicht hin“, steht für Telse Dirksmeyer-Vielhauer fest. Sie verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Zunahme der Waschbären-Population. „Diese Räuber haben einen erheblichen Negativ-Einfluss auf Flora und Fauna im Kreisgebiet“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der CDU. Waschbären würden Baumnester ausräubern und am Boden lebende Amphibien und Fledermäuse fressen. Auch an Feldfrüchten würden sie erheblichen Schaden anrichten. Heimische Tierarten wie Sumpfschildkröte, Gelbbauch-Unke oder Rotmilan würden stark gefährdet.

Jägerschaft mit Fallen ausstatten

Der Antrag der Kreistagsmehrheit ziele darauf ab, die Jägerschaft mit Fallen auszustatten, um eine erfolgreiche Bejagung von Nutrias, Marderhunden und Waschbären zu ermöglichen. „Aus Kostengründen ist eine gebündelte Anschaffung von Fallen sinnvoll“, sagt Telse Dirksmeyer-Vielhauer. Marderhund und Waschbär lebten beide bevorzugt in feuchten Gebieten, so dass der Einsatz von Betonrohr- oder Holzkasten-Fallen für die Bejagung beider Arten geeignet sei.

Streckenbericht fürs Jagdjahr 2017

Ernst-Dieter Meinecke, Vorsitzender der Jägerschaft Gifhorn und Mitglied der CDU-Kreistagsfraktion, unterstreicht die Notwendigkeit des Antrags. So seien von den fast 2000 Jägerinnen und Jägern im Jagdjahr 2017 genau 1740 Nutrias, 275 Waschbären und 378 Marderhunde zur Strecke gebracht worden. „Das ist auch in Zukunft eine Riesenaufgabe für die Jägerschaft – alle drei Tierarten sind in großer Stückzahl vorhanden, denn sie haben keine natürlichen Feinde“, erklärt Meinecke.

Von Uwe Stadtlich

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